Gesichter von der Front: Harold Gillies, das Queen's Hospital, Sidcup und die Anfänge der modernen plastischen Chirurgie

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Gesichter von der Front: Harold Gillies, das Queen's Hospital, Sidcup und die Anfänge der modernen plastischen Chirurgie (Andrew Bamji)

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Originaltitel:

Faces from the Front: Harold Gillies, the Queen's Hospital, Sidcup and the Origins of Modern Plastic Surgery

Inhalt des Buches:

Faces from the Front (Gesichter von der Front) untersucht die britische Reaktion auf die große Zahl von Soldaten, die während des Ersten Weltkriegs Gesichtsverletzungen erlitten. Diese Verletzungen traten innerhalb einer kurzen Zeitspanne auf, führten aber (zum ersten Mal in einem größeren Konflikt) aufgrund der Entwicklungen in der Anästhesie und der Verbesserungen bei der Behandlung von Infektionen und Blutverlust nicht unbedingt zum Tod. Die Verwundeten wurden nach England evakuiert, wo die Chirurgen die Möglichkeit hatten, ihre Fähigkeiten an einem großen Patientenkollektiv zu entwickeln. Harold Gillies, ein ehrgeiziger junger Chirurg, entwickelte einen neuen Zweig der Chirurgie: die plastische Chirurgie des Gesichts. Im Jahr 1915 richtete Gillies im Cambridge Military Hospital in Aldershot, Hampshire, eine eigene Station für Patienten mit Gesichtsverletzungen ein. Nach der Schlacht an der Somme und der steigenden Zahl von Opfern mit Gesichtsverletzungen wurde in Sidcup im Südosten Londons ein neues Krankenhaus gegründet, das sich ganz auf die Behandlung von Gesichtsverletzungen konzentrierte. Das Queen's Hospital behandelte zwischen seiner Eröffnung im August 1917 und Mitte der 1920er Jahre mehr als 5.000 Patienten.

Seine Arbeit wurde hauptsächlich durch Spenden finanziert. Das Buch enthüllt die Geschichte dieses Krankenhauses durch die Analyse einer Vielzahl von Quellen - darunter zahlreiche Fotos und Gemälde -, die die Erfahrungen von Patienten und Personal beschreiben. In Sidcup wurde ein Team von Chirurgen und anderem Fachpersonal zusammengestellt, das wie die Patienten des Krankenhauses aus Großbritannien, Neuseeland, Australien, Kanada und den USA stammte. In dem Buch wird argumentiert, dass die Entwicklung und Verfeinerung neuer chirurgischer Techniken durch einen multidisziplinären Ansatz gefördert wurde. Detaillierte Patientenakten - kombiniert mit Notizen, Fotografien und Gemälden - dienten dazu, die Wirksamkeit experimenteller Verfahren zu bewerten und neue Chirurgen auszubilden. Die Behandlung umfasste oft mehrere Operationen und erstreckte sich über lange Zeiträume, und es wurde viel Wert auf die Genesung und Rehabilitation der Patienten gelegt. Das Queen's Hospital hinterließ zwei wichtige Vermächtnisse: Erstens spielte es eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der modernen medizinischen Praxis, indem es den Weg für ein neues chirurgisches Fachgebiet - die plastische Chirurgie - ebnete und die Vorteile von spezialisierten Krankenhäusern und multidisziplinären Diensten aufzeigte.

Zweitens hatte die Rekonstruktion der beschädigten Gesichter große Auswirkungen auf die Patienten selbst. Anhand einer einzigartigen Sammlung von persönlichen und familiären Berichten über das Nachkriegsleben der in Sidcup behandelten Patienten untersucht der Autor die chirurgischen und ästhetischen Ergebnisse sowie die emotionalen Auswirkungen der Gesichtsrekonstruktion.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781915113023
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2022
Seitenzahl:240

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