
Specters of World Literature: Orientalism, Modernity, and the Novel in the Middle East
Im Mittelpunkt dieses Buches steht eine spektrale Theorie der Weltliteratur, die sich auf Edward Said, Aamir Mufti, Jacques Derrida und die Weltsystemtheorie stützt, um zu beurteilen, wie das Feld die lokale Literatur als ein „Anderes“ produziert, das seinen universalisierenden, assimilierenden Imperativ mit der Kraft des Unheimlichen verfolgt.
Der Roman des Nahen Ostens wird als Metonym und Metapher für eine gespenstische Weltliteratur betrachtet. Er untersucht die Verweltlichung von Romanen aus dem Nahen Osten in den letzten Jahren und argumentiert mit Blick auf die zentralen Schauplätze der nahöstlichen Moderne (Ägypten, Türkei, Iran), dass ihre globale Produktion, Verbreitung und Rezeption in der Logik des Gespenstischen begründet liegt.
Mit der Absicht, dieses Ungleichgewicht auszugleichen, stellt es kritisch ihre Auseinandersetzung mit den anderen der nahöstlichen Moderne wieder her und zeigt durch eine neue Lesart des nahöstlichen Romans, dass die Weltliteratur immer schon von ihren anderen, den Gespenstern der Moderne, heimgesucht wird.