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Haunted Property: Slavery and the Gothic
Das Herzstück des amerikanischen Sklavensystems war die rechtliche Definition von Menschen als Eigentum. Während das Eigentum ein Eckpfeiler des amerikanischen Traums ist, stellt der Status der versklavten Menschen einen kontrastierenden amerikanischen Albtraum dar. Sarah Gilbreath Ford untersucht, wie Schriftsteller in Werken von Sklavenerzählungen des 19. bis hin zu Gedichten des 21. Jahrhunderts gotische Mittel wie Geister und Spukhäuser einsetzen, um die Schrecken dieses Albtraums darzustellen. Haunted Property: Slavery and the Gothic stellt somit die Südstaaten-Gotik neu vor, die allzu oft einfach mit dem Makabren oder Grotesken gleichgesetzt und dann als regional abgetan wurde.
Obwohl Literaturkritiker argumentiert haben, dass der amerikanische Gothic durch die Geschichte der Rassenungerechtigkeit in der Nation bestimmt wird, fehlt in diesem kritischen Gespräch die Schlüsselrolle des Eigentums. Ford argumentiert, dass von allen Gefahren der Sklaverei die Definition von Menschen als Eigentum der zentrale Anstoß für den Spuk ist, weil sie die Verübung aller anderen Schrecken ermöglicht. Eigentum wird zum Motor für die weiße Anhäufung von Reichtum und Macht, die durch die Zerstörung der schwarzen Menschen vorangetrieben wird.
Gespenster verweilen jedoch oft, um Besitzansprüche zu erheben, und Ford vertritt die Ansicht, dass der Spuk ein Versuch sein kann, Eigentum zu erwerben. Anhand von Werken von Harriet Jacobs, Hannah Crafts, Mark Twain, Herman Melville, Sherley Anne Williams, William Faulkner, Eudora Welty, Toni Morrison, Octavia Butler und Natasha Trethewey zeigt Ford, wie Schriftsteller das Gothic nutzen können, um legalen Besitz mit gespenstischem Besitz zu bekämpfen.