Bewertung:

Das Buch besteht aus Interviews mit Toni Morrison, die tiefe Einblicke in ihre Gedanken über Ethnie und Literatur geben, insbesondere in Bezug auf ihre wissenschaftliche Arbeit. Die Leser finden das Buch sowohl aufschlussreich als auch eine wichtige Ergänzung zu ihrem früheren Werk „Playing in the Dark“.
Vorteile:⬤ Bietet wertvolle Einblicke in Morrisons Theorien über Ethnie in der Literatur
⬤ unverzichtbar für Leser, die mit „Playing in the Dark“ vertraut sind
⬤ zeigt Morrisons Entwicklung als Schriftstellerin und Wissenschaftlerin
⬤ hilfreich für akademische Zwecke.
In den Rezensionen wurden keine größeren Nachteile festgestellt, aber ein mögliches Problem könnte der begrenzte Publikumszuspruch für diejenigen sein, die sich noch nicht mit Morrisons Werk beschäftigt haben.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Conversations with Toni Morrison
Die Nobelpreisträgerin Toni Morrison bezeichnet sich selbst unumwunden als eine afroamerikanische Schriftstellerin. Diese gesammelten Interviews zeigen, dass sie viel mehr ist.
Sie hat in ihrem kreativen Leben Raum für ihre Karriere im Verlagswesen, als Lehrerin und als alleinerziehende Mutter geschaffen. Das Schreiben ist jedoch eine Sache, ohne die sie „nicht leben will“. Diese Interviews, die 1974 begannen, offenbaren eine Künstlerin, deren Kreativität eng mit ihrer afroamerikanischen Erfahrung verbunden ist und von kulturellen und gesellschaftlichen Anliegen angetrieben wird.
Zwanzig Jahre lang hat sie in ihren gefeierten Romanen - The Bluest Eye, Sula, Song of Solomon, Tar Baby, Beloved und Jazz - unvergessliche Figuren geschaffen. Morrison sagt in Interviews, ihr Ziel als Schriftstellerin sei es, das afroamerikanische Leben nicht als Soziologie darzustellen, sondern in seiner ganzen Tiefe, Magie und Menschlichkeit.
„Ich möchte, dass meine Arbeit die enorme Vorstellungskraft der schwarzen Menschen anspricht“, sagt sie. „Das heißt, ich möchte, dass meine Bücher die phantasievolle Kombination der realen Welt widerspiegeln, das sehr praktische, kluge, alltägliche Funktionieren der schwarzen Menschen, während sie gleichzeitig ein großes übernatürliches Element enthalten.“ Obwohl der Umfang und die Größe ihrer Kunst ihr internationale Anerkennung eingebracht haben, haben selbst einige ihrer glühendsten Bewunderer ihre Belletristik hauptsächlich mit dem Fokus auf Klasse, Ethnie und Geschlecht betrachtet.
In diesen Interviews geht sie jedoch auch auf das Anliegen der Künstlerin ein, eine moralische Vision zu entwickeln und sich gegen kritische Haltungen zu wehren, die das Schreiben von Schwarzen weitgehend als Soziologie einstufen. Aus diesen Interviews ergibt sich ein besseres Verständnis von Toni Morrisons Absicht und dem Thema der Liebe, das ihre Fiktion durchzieht.