Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und aufschlussreiche Untersuchung der Rolle der Luftwaffe während der deutschen Sommeroffensive von 1942, insbesondere im Zusammenhang mit der Schlacht um Stalingrad. Während es sich durch detaillierte Recherchen und eine fesselnde Darstellung auszeichnet, bemängeln einige Leser das Fehlen von Karten und die einseitige Perspektive.
Vorteile:Das Buch ist sehr detailliert, gut recherchiert und hervorragend geschrieben und bietet neue Einblicke in die Ostfront und insbesondere in die Operationen der Luftwaffe. Es integriert Luft- und Bodenoperationen auf effektive Weise, enthält wertvolle Statistiken und räumt wirksam mit Mythen über die Schlacht von Stalingrad auf. In vielen Rezensionen wird das Buch als ein Muss für WWII-Enthusiasten gelobt und seine fesselnde Erzählweise und umfassende Berichterstattung gelobt.
Nachteile:Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch einseitig ist, da es sich stark auf deutsche Quellen stützt und eine kritische Betrachtung der sowjetischen Operationen vermissen lässt. Darüber hinaus wird bemängelt, dass nur wenige Karten verwendet werden, die das Verständnis der vielen besprochenen Operationen verbessert hätten.
(basierend auf 66 Leserbewertungen)
Stopped at Stalingrad: The Luftwaffe and Hitler's Defeat in the East, 1942-1943
Als Hitler 1941 der Sowjetunion den Krieg erklärte, wusste er, dass seiner Militärmaschinerie der Treibstoff ausging. Als Reaktion darauf startete er die Operation Blau, eine Kampagne zum Schutz der Ölfelder der Nazis in Rumänien und zur Sicherung neuer Ölfelder im Kaukasus. Das einzige, was im Weg stand, war Stalingrad.
Die meisten Berichte über die Schlacht von Stalingrad konzentrieren sich auf das düstere Schicksal der deutschen Armee. Joel Hayward schildert nun die Operationen der Luftwaffe während dieses Feldzugs und konzentriert sich dabei auf Hitlers Einsatz der Luftwaffe als taktische und nicht als strategische Waffe zur engen Unterstützung der Bodentruppen. Er schildert anschaulich die Schlüsselrolle der Luftwaffe als "fliegende Artillerie" und zeigt, dass das Heer in weitaus größerem Maße auf die Unterstützung der Luftwaffe angewiesen war, als bisher bekannt war, und dass die Erfolge im Osten weitgehend auf die Wirksamkeit dieser Unterstützung zurückzuführen waren.
Hayward analysiert diese deutsche Großoffensive unter dem Gesichtspunkt der Zusammenarbeit zwischen Boden- und Luftstreitkräften zur Erreichung gemeinsam vereinbarter Ziele. Er stützt sich auf Tagebücher von wichtigen Befehlshabern und regulären Fliegern, um die entscheidenden Schlachten nachzustellen und die Dramatik von Hitlers Frustration und rücksichtsloser Führung zu vermitteln. Letztendlich, so zeigt Hayward, wurden die schlecht durchdachten Strategien von Hitler, Göring und anderen in Berlin zum Verhängnis für die Bemühungen des Luftkommandanten Wolfram von Richthofen, eines mutigen und entschlossenen Führers, der versuchte, eine zunehmend unmögliche Situation in den Griff zu bekommen.
Gestoppt in Stalingrad ist eine dynamische Fallstudie über die Kriegsführung mit kombinierten Waffen, die viele der Lücken füllt, die andere Studien über den Krieg im Osten hinterlassen haben. Durch die erneute Betrachtung des Feldzugs im Lichte eines breiteren Korpus dokumentarischer Quellen und die Analyse vieler zuvor ignorierter Ereignisse bietet Hayward Militärhistorikern und dem allgemeinen Leser ein viel tieferes und vollständigeres Verständnis der Schlacht von Stalingrad und ihrer Auswirkungen auf den Zweiten Weltkrieg.