Bewertung:

Das Buch ist eine rigorose Untersuchung von Lügen und homosexuellen Handlungen aus einer thomistischen Perspektive und verteidigt die klassische Naturrechtsethik, insbesondere die inhärent böse Natur von Lügen und homosexuellen Handlungen. Obwohl es wertvolle Analysen und Argumente enthält, leidet es unter einigen strukturellen Problemen und fragwürdigen Interpretationen der klassischen Philosophen.
Vorteile:⬤ Umfassende Abhandlung über das Wesen und den moralischen Status der Lüge, die als eine der besten im Druck gilt.
⬤ Gründliche und intellektuell ehrliche Auseinandersetzung mit den wichtigsten Einwänden gegen thomistische Positionen zur Lüge und zur Homosexualität.
⬤ Effektive Verteidigung des Arguments der pervertierten Fähigkeit, die ihre Relevanz über typische Anwendungen hinaus zeigt.
⬤ Das Buch zieht aufschlussreiche Verbindungen zwischen Lügen und homosexuellen Handlungen in Bezug auf Güter höherer Ordnung.
⬤ Die Struktur des Buches wirkt unzusammenhängend, da es wie zwei getrennte Werke über Lügen und Homosexualität ohne kohärente Integration erscheint.
⬤ Eine umfangreiche Aufzählung von Philosophen in der Einleitung lenkt von den Hauptargumenten ab, die besser in einem Anhang hätten untergebracht werden können.
⬤ Kritische Analysen von Philosophen wie Platon und Aristoteles werden in einer tendenziösen Art und Weise präsentiert, die Zweifel an der Genauigkeit und Tiefe dieser Interpretationen aufkommen lässt.
⬤ Der gewichtige Inhalt einiger Abschnitte kann zu einer schweren Lektüre führen, was die Zugänglichkeit möglicherweise einschränkt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Disordered Actions: A Moral Analysis of Lying and Homosexual Activity
In den ersten beiden Jahrzehnten des einundzwanzigsten Jahrhunderts hat sich die Akzeptanz homosexueller Handlungen in der westlichen Gesellschaft rasch verändert. Dieser Wandel bleibt jedoch grundlegend instabil, wenn er nicht auf einer angemessenen Moraltheorie beruht.
Heute gehen viele Menschen in der westlichen Welt davon aus, dass jedes Argument gegen homosexuelle Handlungen auf religiösen Prämissen beruhen muss. Dieses Buch stellt dieses Narrativ in Frage, denn die Geschichte des philosophischen Denkens zeigt einen starken nichtreligiösen Konsens gegen solche Praktiken. Dieses Buch schließt die Lücke in der aktuellen philosophischen Forschung, indem es das nicht-religiöse Argument des großen Philosophen Thomas von Aquin sorgfältig untersucht.
Dabei stellt der Autor eine neue Behauptung auf: Die traditionelle Begründung gegen homosexuelle Handlungen gilt auch für unwahrheitsgemäße assertive Sprechakte. Lügen und homosexuelle Handlungen sind beide aus sich gegenseitig erhellenden Gründen falsch.