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Disturbed Forests, Fragmented Memories: Jarai and Other Lives in the Cambodian Highlands
Im Hügelland im Nordosten Kambodschas, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Vietnam entfernt, liegt das Dorf Tang Kadon. Diese Gemeinschaft von Reisbauern der ethnischen Minderheit der Jarai überlebte die Bombardierung aus der Luft und die amerikanische Invasion Kambodschas während des Vietnamkriegs, bevor sie auf die „Tötungsfelder“ des Regimes der Roten Khmer umgesiedelt wurden. Jetzt, zurück in ihrer Heimat, haben sie die Landwirtschaft wieder aufgebaut, Saat für Saat.
Disturbed Forests, Fragmented Memories (Gestörte Wälder, zersplitterte Erinnerungen) erzählt die Geschichte von Gewalt und Enteignung im Hochland aus der Perspektive des Landes selbst. Jonathan Padwe verwebt eine reichhaltige Ethnografie mit der Geschichte der Jarai und ihrer Behandlung durch Außenstehende und schildert die erfolgreichen Bemühungen der Hochlandbewohner, ihr komplexes, äußerst vielfältiges landwirtschaftliches System nach einer jahrzehntelangen Unterbrechung wieder aufzubauen.
Padwe konzentriert sich auf die ökologischen Dimensionen des sozialen Wandels und der Enteignung, vom vorkolonialen Sklavenhandel bis hin zur gegenwärtigen Landnahme entlang einer sich rasch wandelnden Ressourcengrenze, und zeigt, wie die Vergangenheit im Land weiterlebt. Dieses Buch ist eine fesselnde Abhandlung aktueller Themen der Anthropologie und politischen Ökologie und wird auch Leser aus den Bereichen Umweltstudien, Geographie und Südostasienwissenschaften ansprechen.