Bewertung:

Die Rezensionen von „Divided by Faith“ verdeutlichen seine Bedeutung als wichtige Quelle für das Verständnis der Überschneidungen von Ethnie und evangelikaler Religion in Amerika. Das Buch wird für seine aufschlussreiche Analyse des systemischen Rassismus und die Unzulänglichkeiten der evangelikalen Antworten auf rassische Spaltungen gelobt. Es wird jedoch auch kritisiert, weil es keine praktischen Lösungen und Empfehlungen für die Auseinandersetzung mit diesen Themen enthält.
Vorteile:⬤ Bietet eine aufschlussreiche und gut recherchierte Analyse der rassifizierten Gesellschaft und der Rolle des Evangelikalismus bei der Aufrechterhaltung der rassischen Spaltung.
⬤ Hilft den Lesern, verschiedene Perspektiven auf den Rassismus zu verstehen, und regt weiße Evangelikale zur Selbstprüfung an.
⬤ Stimuliert wichtige Diskussionen über Ethnie und Glauben innerhalb der Kirche.
⬤ Zugänglich und zum Nachdenken anregend, was es zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle macht, die sich für Ethnie und Religion interessieren.
⬤ Es fehlen praktische Lösungen oder Empfehlungen für die Behandlung der aufgeworfenen Fragen.
⬤ Einige Leser empfinden das Buch als repetitiv und in Bezug auf die Lösungen für die Versöhnung zwischen den Rassen als begrenzt.
⬤ Die Leser fühlen sich möglicherweise von den Problemen überwältigt, ohne dass sie klare Handlungsempfehlungen erhalten.
(basierend auf 110 Leserbewertungen)
Divided by Faith: Evangelical Religion and the Problem of Race in America
In einer landesweiten Telefonumfrage unter 2.000 Personen und zusätzlichen 200 persönlichen Gesprächen haben Michael O. Emerson und Christian Smith die Basis des weißen evangelikalen Amerikas untersucht.
Sie fanden heraus, dass trotz der jüngsten Bemühungen der Führer der Bewegung, das Problem der Rassendiskriminierung anzugehen, die Evangelikalen selbst die rassische Kluft in Amerika zu bewahren scheinen. In der Tat sehen die meisten weißen Evangelikalen keine systematische Diskriminierung von Schwarzen. Die Autoren behaupten jedoch, dass es nicht der aktive Rassismus ist, der die Evangelikalen daran hindert, die aktuellen Probleme in der amerikanischen Gesellschaft zu erkennen.
Vielmehr ist es die Betonung des Individualismus, des freien Willens und der persönlichen Beziehungen durch die evangelikale Bewegung, die die allgegenwärtige Ungerechtigkeit, die die Rassenungleichheit aufrechterhält, unsichtbar macht. Die meisten Rassenprobleme, so sagten die Probanden den Autoren, können durch die Reue und Bekehrung der sündigen Individuen, die daran schuld sind, gelöst werden.
Durch die Kombination einer umfangreichen Sammlung von Belegen mit einer ausgefeilten Analyse und Interpretation werfen die Autoren ein grelles Licht auf das älteste amerikanische Dilemma. Am Ende kommen sie zu dem Schluss, dass trotz der besten Absichten evangelikaler Führungspersönlichkeiten und einiger positiver Trends eine echte Versöhnung der Rassen noch in weiter Ferne liegt.