Bewertung:

Das Buch ruft bei den Lesern gemischte Reaktionen hervor. Einige schätzen die Erkenntnisse und die Forschung, während andere den Ansatz und die Perspektive des Autors kritisieren.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und wissenschaftlich präsentiert
⬤ bietet hilfreiche Einblicke in indigene Themen
⬤ gilt als zeitgemäße und potenziell erforderliche Lektüre für den akademischen Bereich
⬤ bietet Klarstellungen zu komplexen Themen.
⬤ Der Autor scheint eine voreingenommene Perspektive zu haben, die einige Leser nicht überzeugend finden
⬤ Alternativen zum Buch werden als bessere Wissenschaft vorgeschlagen
⬤ einige glauben, dass es die Aufmerksamkeit, die es erhält, nicht rechtfertigt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Separate But Unequal: How Parallelist Ideology Conceals Indigenous Dependency
Separate But Unequal (Getrennt, aber ungleich) bietet eine eingehende Analyse der Ideologie des Parallelismus - der vorherrschenden Ansicht, dass indigene Kulturen und die kanadische Gesellschaft im weiteren Sinne getrennt voneinander in einer "Nation-zu-Nation"-Beziehung existieren sollten. Am Beispiel des Abschlussberichts der Royal Commission on Aboriginal Peoples zeigt dieses Buch, wie die zielstrebige Verfolgung des Parallelismus unser Verständnis der Beziehungen zwischen indigenen und nicht-indigenen Völkern verzerrt hat.
Es nutzt auch die Literatur der politischen Ökonomie, um einen alternativen Rahmen für die Untersuchung der Abhängigkeit der Ureinwohner zu schaffen. Diese neue Perspektive - die politische Ökonomie des neotribalen Rentierismus - kombiniert eine Reihe von Einsichten aus verschiedenen theoretischen Positionen und zeigt, dass die Lebensumstände der indigenen Völker untrennbar mit der Entwicklung des Kapitalismus in Kanada verbunden sind. Während die indigenen Völker am Pelzhandel maßgeblich beteiligt waren, führte der Übergang vom Merkantilismus zum Industriekapitalismus zu ihrer Marginalisierung, zum Teil aufgrund der Schwierigkeiten, die sie bei der Teilnahme an einem weiter entwickelten wirtschaftlichen und politischen System hatten.
Das Gewinnstreben des kanadischen Staates in Verbindung mit rassistischen Einstellungen führte dazu, dass qualifizierte Produzenten importiert wurden und die indigene Bevölkerung vernachlässigt und in unrentablen Gebieten untergebracht wurde. Diese historische und materielle Analyse zeigt, dass die Vorschläge der Parallellisten für mehr indigene Autonomie in allen Bereichen der öffentlichen Politik nicht zu einem ausgewogeneren Verhältnis zwischen indigenen und nicht-indigenen Völkern führen werden, da sie lediglich archaische wirtschaftliche, politische und ideologische Formen wiederherstellen, die die indigene Bevölkerung weiterhin isolieren werden.