Bewertung:

Das Buch kritisiert den Ansatz der Federal Reserve zur Messung der Geldmenge anhand eines einfachen Summenaggregats und argumentiert, dass diese Methode grundsätzlich fehlerhaft ist. Es plädiert für die Divisia-Aggregat-Methode, die die unterschiedlichen Liquiditätsgrade der Geldvermögen berücksichtigt. Barnett, der Autor, liefert eine gut strukturierte Erzählung, die historischen Kontext mit mathematischer Strenge verbindet und komplexe Statistiken einem allgemeinen Publikum zugänglich macht, während sie auch für fortgeschrittene Leser interessant ist.
Vorteile:⬤ Das Buch bietet eine überzeugende Kritik an den geldpolitischen Maßnahmen der Federal Reserve und schlägt eine genauere Alternative vor.
⬤ Komplexe statistische Konzepte werden erfolgreich aufgeschlüsselt, so dass sie auch für Leser ohne fundierte Kenntnisse in Statistik oder Wirtschaftswissenschaften verständlich sind.
⬤ Fesselnder Schreibstil mit interessanten Anekdoten und Hintergrundgeschichten im Zusammenhang mit der Geldpolitik.
⬤ Einige Leser bewerten die Nützlichkeit des Buches für die Forschung und seine klare Darstellung positiv.
⬤ Einige Leser finden, dass der Autor zu sehr auf sich selbst verweist, was zu einem langweiligen Leseerlebnis führt.
⬤ Das Buch kann in technische Bereiche abschweifen, die für diejenigen, die nicht an eingehenden mathematischen Diskussionen interessiert sind, eine Herausforderung darstellen könnten.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Getting It Wrong: How Faulty Monetary Statistics Undermine the Fed, the Financial System, and the Economy
Ein führender Wirtschaftswissenschaftler behauptet, dass die jüngste Finanzkrise nicht durch das Versagen der Mainstream-Ökonomie verursacht wurde, sondern durch verfälschte monetäre Daten, die ohne Bezug zur Ökonomie erstellt wurden.
Die Schuld für die jüngste Finanzkrise und die anschließende Rezession wurde allgemein allen zugeschrieben, von den Wall-Street-Firmen bis zu einzelnen Hausbesitzern. Es wurde weithin behauptet, dass die Krise und die Rezession durch "Gier" und das Versagen der Mainstream-Ökonomie verursacht wurden. In Getting It Wrong argumentiert der führende Wirtschaftswissenschaftler William Barnett stattdessen, dass die relevanten ökonomischen Erkenntnisse, insbesondere aus der Literatur zur Wirtschaftsmessung, zu wenig genutzt wurden. Barnett behauptet, dass mit der zunehmenden Komplexität der Finanzinstrumente die von den Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank, verwendeten einfachen Summenformeln für die monetäre Aggregation obsolet wurden. Stattdessen müsse die öffentliche Verfügbarkeit von Best-Practice-Daten erheblich verbessert werden. Haushalte, Unternehmen und Regierungen schätzten das Systemrisiko falsch ein und erhöhten ihre Verschuldung und Risikobereitschaft erheblich, da ihnen die erforderlichen Informationen fehlten. Bessere Finanzdaten, so argumentiert Barnett, hätten die Fehleinschätzungen aufzeigen und die falschen Einschätzungen des Systemrisikos verhindern können.
Wenn die Zentralbank keine umfassenden Informationen über bewährte Praktiken zur Verfügung stellt, kann eine verstärkte Regulierung die negativen Folgen schlecht informierter Entscheidungen eindämmen. Stattdessen kam es zur Deregulierung. Das Ergebnis, so argumentiert Barnett, war eine toxische Mischung des schlimmsten Falles: zunehmende Komplexität der Finanzinstrumente, unzureichende und qualitativ schlechte Daten und abnehmende Regulierung.
Im Anschluss an seine leicht verständliche Darstellung der tiefgreifenden Ursachen der Krise und der langen Geschichte privater und öffentlicher Fehler liefert Barnett technische Anhänge, die die mathematische Analyse zur Untermauerung seiner Argumente enthalten.