Bewertung:

Das Buch „Gezupft: A History of Hair Removal“ von Rebecca M. Herzig erforscht die Geschichte, die kulturelle Bedeutung und die verschiedenen Methoden der Haarentfernung im Laufe der Zeit. Obwohl es gut recherchiert und interessant ist, empfinden manche Leser es als trocken und akademisch, da es sich teilweise wie eine Dissertation liest. Die Autorin verbindet Humor mit ernsthafter Analyse und macht das Thema zugänglich, doch nicht alle Leser können sich mit dem akademischen Stil anfreunden.
Vorteile:Gut recherchiert, faszinierende historische Einblicke, verbindet Humor mit ernsthafter Analyse, informativ für alle, die in der Hautpflegebranche tätig sind, regt zum Nachdenken über kulturelle Praktiken im Zusammenhang mit der Haarentfernung an, spricht ein breites Publikum an, künstlerisch und unterhaltsam geschrieben.
Nachteile:Einige Leser finden es langweilig und trocken, liest sich wie eine Dissertation, enthält viele akademische Verweise, lässt Gründlichkeit bei bestimmten Methoden vermissen, lässt Fragen zur Wirksamkeit von Behandlungen offen, erfordert konzentrierte Aufmerksamkeit, um sich voll und ganz darauf einzulassen.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
Plucked: A History of Hair Removal
Von den Klapprasierern und selbst hergestellten Enthaarungsmitteln aus Lauge, die im kolonialen Amerika verwendet wurden, bis hin zu den Diodenlasern und verschreibungspflichtigen Medikamenten, die heute zur Verfügung stehen, haben die Amerikaner eine erstaunliche Anzahl von Hilfsmitteln verwendet, um Haare zu entfernen, die als unansehnlich, unnatürlich oder übermäßig angesehen wurden. Dies gilt vor allem für Frauen und Mädchen.
Nach vorsichtigen Schätzungen haben 99 % der amerikanischen Frauen die Haarentfernung bereits ausprobiert, und mindestens 85 % entfernen regelmäßig Haare im Gesicht, in den Achselhöhlen, an den Beinen und in der Bikinizone. Wie und wann wird Haar zu einem Problem - was macht einen bestimmten Wuchs „übermäßig“? Wer oder was trennt das Notwendige vom Überflüssigen? In Plucked geht die Historikerin Rebecca Herzig diesen Fragen zur Haarentfernung nach.
Sie zeigt, wie sich im Laufe der Zeit die in Amerika vorherrschenden Vorstellungen über sichtbare Haare änderten: Galt die freiwillige Haarentfernung einst als „Verstümmelung“, die vor allem von „wilden“ Männern praktiziert wurde, so wurden um die Jahrhundertwende bei Frauen haarlose Gesichter und Gliedmaßen erwartet. Sichtbarer Haarwuchs - insbesondere bei jungen, weißen Frauen - wurde als Zeichen von politischem Extremismus, sexueller Abweichung oder Geisteskrankheit wahrgenommen.
Jahrhunderts ließen sich immer mehr Amerikanerinnen mit Wachs, Fäden, Rasierern oder Lasern glätten. Herzigs außergewöhnlicher Bericht enthüllt auch einige der Kollateralschäden des zunehmenden Strebens nach haarfreier Haut.
Über die Erfahrungen einzelner Patienten oder Kunden hinaus beschreibt Herzig die überraschende Geschichte von Ethnie, Wissenschaft, Industrie und Medizin hinter den heutigen Haarentfernungsgeräten. Zupfen ist eine beunruhigende, fesselnde und originelle Geschichte darüber, wie weit die Amerikaner gehen, um Haare zu entfernen.