Bewertung:

Robert Dunlap versucht in seinem Buch, die Beziehung zwischen Christentum und Umweltschutz zu erforschen und argumentiert, dass das Christentum seine Wurzeln im Umweltschutz hat. Kritiker bemängeln jedoch, dass er historische Persönlichkeiten falsch darstellt und sich stark auf selektives Vokabular verlässt, was zu einem Mangel an überzeugenden Beweisen für seine Behauptungen führt. Das Buch nimmt auch eine unerwartete Wendung, indem es vorschlägt, wie der Umweltschutz religiöse Modelle übernehmen kann.
Vorteile:Das Buch bietet eine faszinierende Perspektive auf die Beziehung zwischen Umweltbewegung und Christentum und könnte Leser ansprechen, die sich für diesen Ansatz interessieren. Der Leser fand den gemeinsamen Ton des Autors zu Beginn und am Ende der Kapitel ansprechend, und es gibt einige vielversprechende Inhalte in Bezug auf historische Einblicke in den Umweltschutz.
Nachteile:Dunlaps wissenschaftliche Arbeit weist jedoch erhebliche Mängel auf, darunter falsche Darstellungen von wissenschaftlichen Schlüsselfiguren und die Tatsache, dass er sich eher auf rhetorische als auf evidenzbasierte Argumente verlässt. Kritiker bemängelten die übermäßige Verwendung von religiösem Vokabular und unbeholfenen Vergleichen, die dem akademischen Charakter der Analyse abträglich sind. Außerdem wird die zweite Hälfte des Buches als unkonzentriert und schlecht entwickelt empfunden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Faith in Nature: Environmentalism as Religious Quest
Der menschliche Impuls zur Religion - der Drang, die Welt, den Menschen und seinen Platz im Universum zu erklären - kann als Ableger des säkularen, materiellen Glaubens an die menschliche Vernunft und Macht, der die moderne Gesellschaft beherrscht, gesehen werden und umfasst auch den Umweltschutz. Faith in Nature zeichnet die Geschichte des Umweltschutzes - und seine moralische Stoßrichtung - von seinen Wurzeln in der Aufklärung und Romantik über die Progressive Ära bis in die Gegenwart nach. Das Buch zeigt erstaunliche Parallelen zwischen Religion und Umweltschutz auf und untersucht die Leidenschaft der Anhänger und Gegner der Bewegung, ihr Interesse an der Moral des täglichen Lebens und ihren Versuch, grundlegende Fragen über die zugrunde liegende Ordnung der Welt und den Platz der Menschheit darin zu beantworten.
Thomas Dunlap gehört zu den führenden Umwelt- und Wissenschaftshistorikern in den Vereinigten Staaten. Ursprünglich als Chemiker ausgebildet, hat er ein rigoroses Verständnis von Wissenschaft und schätzt ihre entscheidende Bedeutung für das Umweltdenken. Aber er ist auch ein gläubiger Katholik, der glaubt, dass die Erkenntnisse der religiösen Offenbarung nicht unbedingt im Widerspruch zu den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung stehen müssen. Dieses Buch entstand aus seiner eigenen religiösen Reise und seinen Versuchen, die ethischen Verpflichtungen des Menschen und seine spirituelle Schuld gegenüber der natürlichen Welt zu verstehen.
CHOICE Outstanding Academic Title 2005.