
Global Insights on Theatre Censorship
Das Theater war schon immer einer Vielzahl von sozialen, politischen, moralischen und doktrinären Kontrollen unterworfen, wobei Behörden und gesellschaftliche Gruppen Beschränkungen für Drehbücher, Spielorte, Inszenierung, Schauspiel und Rezeption auferlegt haben.
Anhand einer Reihe von Ländern und politischen Regimen untersucht dieses Buch die vielen Formen, die die Theaterzensur im 20. Jahrhundert angenommen hat und im 21.
weiter annimmt, und zeigt, dass sie in der heutigen Welt immer noch ein aktuelles Thema ist. Das Buch hinterfragt Annahmen über Verbot und staatliche Kontrolle und bietet eine komplexere Lesart der Theaterzensur als ein Kontinuum, das von der unbewussten Selbstzensur, die in soziale Strukturen und diskursive Praktiken eingebaut ist, über bürokratische Regulierung oder inoffizielle Einflussnahme bis hin zu Inhaftierung und physischer Gewalt reicht. Ein internationales Team von Autoren bietet eine Reihe aufschlussreicher Fallstudien, die sowohl auf neuen Archivrecherchen als auch auf den Erfahrungen von Dramatikern und Regisseuren aus erster Hand beruhen und die Theaterzensur in Ländern wie Spanien, Portugal, Brasilien, Polen, Ostdeutschland, Nepal, Simbabwe, den USA, Irland und Großbritannien behandeln.
Die Aufsätze, die sich auf rechte Diktaturen, postkoloniale Regime, kommunistische Systeme und westliche Demokratien konzentrieren, analysieren die Methoden und Diskurse der Zensur, identifizieren die zahlreichen beteiligten Akteure, untersuchen die Reaktionen der Theatermacher und zeigen, wie jedes Beispiel wichtige Merkmale seines politischen und kulturellen Kontexts offenbart. Dieser Band erweitert das Verständnis für das Wesen und die Auswirkungen von Zensur und bekräftigt die Macht des Theaters, autorisierte Diskurse in Frage zu stellen, und leistet einen zeitgemäßen Beitrag zu den Debatten über die Freiheit der Meinungsäußerung durch Performance.