
Globalized Peripheries: Central Europe and the Atlantic World, 1680-1860
Die frühneuzeitliche atlantische Welt mit ihren Strömen von Goldbarren, freien und unfreien Arbeitskräften, kolonialen Produkten und Manufakturen aus Europa und Asien, mit ihren Handelsnetzen und dem renditehungrigen Kapital ist bisher fast ausschließlich als Domäne der westlichen Seemächte beschrieben worden. Die neuere Forschung hat die dichten Verflechtungen mit Mittel- und Osteuropa wiederentdeckt. Globalisierte Peripherien geht noch weiter und blickt über die Sklaverei und die amerikanischen Plantagen hinaus. Die Beiträge befassen sich mit den Handelspraktiken und Netzwerken von Kaufleuten in Mittel- und Osteuropa, untersuchen die Warenströme zwischen diesen Regionen und der atlantischen Welt und erforschen die Produktion von Exportgütern, die wechselseitige Migration sowie die finanziellen Verflechtungen. Der Band deckt neue wirtschaftliche und finanzielle Verbindungen zwischen Preußen, dem Habsburgerreich, Russland sowie Nord- und Westdeutschland mit der atlantischen Welt auf. Der zeitliche Bogen spannt sich vom Ende der Frühen Neuzeit bis ins lange achtzehnte Jahrhundert.
JUTTA WIMMLER ist Forschungsgruppenleiterin am Bonn Center for Dependency and Slavery Studies.
KLAUS WEBER ist Inhaber des Lehrstuhls für Europäische Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).
MITWIRKENDE: Bernhard Struck, Anka Steffen, Jutta Wimmler, Friederike Gehrmann, Torsten dos Santos Arnold, Klemens Kaps, Anne Sophie Overkamp, Margrit Schulte Beerb hl, Josef K stlbauer, Alexandra Gittermann, David K. Thomson, G ran Ryd n.