
Globalization and Liberalism: Montesquieu, Tocqueville, and Manent
In diesem gelehrten und weitreichenden Buch setzt sich Trevor Shelley mit dem kontroversen Thema der Globalisierung durch philosophische Exegese großer Texte auseinander. Globalisierung und Liberalismus veranschaulicht und verteidigt die Idee, dass im Herzen der menschlichen Welt die Antinomie zwischen dem Universellen und dem Partikularen besteht.
Verschiedene Denker haben einen Aspekt dieser Spannung gegenüber dem anderen hervorgehoben. Einige, wie Rousseau und Schmitt, haben die reine Partikularität verteidigt. Andere, wie z.B.
Habermas, haben die Andeutungen des Weltstaates unkritisch begrüßt. Gegenüber diesen beiden Extremen, dem radikalen Nationalismus und dem antipolitischen Universalismus, versucht dieses Buch, eine mittlere oder gemäßigte Position zu finden - die liberale Position. Um diese über die Medien zu finden, zeichnet Shelley eine Tradition französischer liberaler politischer Denker nach, die beide Seiten der Antinomie berücksichtigt haben: Montesquieu, Tocqueville und Manent.
Wie Shelley argumentiert, verteidigt jeder dieser Denker die Integrität der politischen Körperschaften, bestreitet, dass die universelle Perspektive die einzig legitime ist, und erkennt an, dass ohne Unterschiede und Unterscheidungen in der politischen Landschaft Selbstverwaltung und Handlungsfreiheit unmöglich sind. Als menschliche Wesen können wir weder als isolierte Individuen noch als Mitglieder der Menschheit ein freies und erfülltes Leben führen. Vielmehr benötigen wir eine richtig konstituierte besondere politische Gemeinschaft, in der wir unsere universelle Menschlichkeit zum Ausdruck bringen können.
Im Liberalismus dieser drei Denker finden wir die Ressourcen, um zu überlegen, wie eine solche politische Gemeinschaft aussehen könnte. Globalismus und Liberalismus zeigt, wie wichtig diese Autoren für die Bewältigung der heutigen Herausforderungen sind, und wird für politische Theoretiker, Historiker des politischen Denkens und Spezialisten des französischen politischen Denkens von Interesse sein.