Bewertung:

Das Buch bietet eine Mischung aus historischen Einblicken und fesselnder Erzählung, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung Amerikas nach dem Bürgerkrieg und einer spannenden Segelregatta liegt. Viele Leser fanden es sowohl informativ als auch unterhaltsam, während einige wenige ihre Enttäuschung über den Fokus und die Perspektive zum Ausdruck brachten.
Vorteile:** Lehrreich und unterhaltsam, mit einer Menge an Informationen. ** Fesselnd und sehr unterhaltsam, mit einer historischen Erzählung. ** Sowohl für Segelenthusiasten als auch für allgemeine Leser geeignet. ** Gut recherchiert mit faszinierenden Einblicken in die amerikanische Gesellschaft nach dem Bürgerkrieg. ** Von mehreren Lesern wärmstens empfohlen.
Nachteile:** Einige Leser fanden, dass es dem Buch an Tiefe in Bezug auf das Segeln mangelt. ** Einige Leser bemängelten die Perspektive des Autors auf die Oberschicht und die sozialen Schichten. ** Nicht allen Lesern gefiel der Ansatz, einige fanden es das schlechteste Buch, das sie je gelesen haben.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Gordon Bennett and the First Yacht Race Across the Atlantic
Bei der Transatlantikregatta von 1866 kämpften drei Yachten mitten im Winter um ein Preisgeld von 90.000 Dollar. Sechs Männer starben in dem brutalen und hart umkämpften Wettkampf, und das Ereignis veränderte die Wahrnehmung des Segelsports von einer leicht verweichlichten Herrenbeschäftigung zu etwas ganz und gar Robusterem und Abenteuerlichem. Die Regatta symbolisierte auch den Beginn des "goldenen Zeitalters" in Amerika mit dem damit verbundenen obszönen Reichtum und der Großzügigkeit (die 90.000 Dollar, die von den drei Teilnehmern ausgesetzt wurden, entsprechen heute etwa 15 Millionen Dollar) sowie das Tauwetter in den Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die siegreiche Jacht Henrietta und ihr Eigner James Gordon Bennett. Bennett war der Sohn des Multimillionärs und Eigentümers des New York Herald und ein berüchtigter Playboy. Zu seinen berüchtigten Streichen gehörte es, mit seiner Kutsche nackt durch die Straßen von New York zu fahren, einem Bahnschaffner 30.000 Dollar Trinkgeld zu geben und auf seiner eigenen Verlobungsfeier blind betrunken zu erscheinen und das Feuer mit einem Pissoir zu verwechseln, was zur Prägung des Begriffs "Gordon Bennett" führte. Bennett war jedoch auch ein ernsthafter Segler, der sich während des Bürgerkriegs an Bord der Henrietta verdient gemacht hatte, und er war der einzige Eigner, der während der Regatta an Bord seines eigenen Bootes war.
Zu den weiteren Figuren gehören Bennetts Kapitän Samuel Samuels (legendärer Klippenskipper, Ex-Sträfling und gelegentlicher Varieté-Darsteller), der Finanzier Leonard Jerome, der an Bord der Henrietta als Aufsichtsperson für die Regatta fungierte (er war zufällig auch der Großvater von Winston Churchill), und Stephen Fisk, ein Journalist, der so verzweifelt über die Regatta berichten wollte, dass er sich einer Vorladung als Zeuge vor Gericht entzog und sich stattdessen in einer Kiste Champagner an Bord der Henrietta schmuggelte.
Der Rahmen des Rennens, in dem die verschiedenen historischen Themen diskutiert werden, bietet reichlich Dramatik, und die vielfältigen und exzentrischen Charaktere sorgen dafür, dass dieses Buch mit viel menschlichem Interesse, Skandalen und Abenteuern gespickt ist.