Bewertung:

Das Buch ist eine nachdenklich stimmende psychologische und soziologische Darstellung der Kriminalität im heutigen Großbritannien, in deren Mittelpunkt ein Protagonist steht, der kürzlich aus dem Jugendgefängnis entlassen wurde. Es stellt die Vorurteile und moralischen Urteile der Leser über Schuld und Opferrolle in Frage.
Vorteile:Das Buch bietet tiefe emotionale Einblicke in die Kämpfe des Protagonisten, wirft wichtige gesellschaftliche Fragen auf und setzt sich geschickt mit den Vorurteilen des Lesers auseinander. Es wird als wichtig und lesenswert beschrieben.
Nachteile:Es kann unangenehm zu lesen sein und den Leser im Unklaren lassen, was er von der Protagonistin halten soll, da es einigen schwer fallen mag, mit ihr zu sympathisieren.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Monster? Mörder?
Kind? Opfer?
Der Name Michelle Cameron wird mit dem abscheulichsten aller Verbrechen in Verbindung gebracht. Als Kind, das ein jüngeres Kind von seinen Eltern weggelockt und in den Tod getrieben hat, ist sie als das schwarze Mädchen bekannt, das ein kleines weißes Mädchen ermordet hat; das leibhaftige Böse, wie die Medien berichten. Zu Beginn des Buches hat sie ihre Strafe abgesessen und ist als junge Frau mit einer neuen Identität entlassen worden, um ihr Leben neu zu beginnen.
Doch als eine ihrer neuen Freundinnen, Lucy, tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird, ist Michelle die erste, die ins Visier genommen wird. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Presse herausfindet, wer sie jetzt ist und wo sie wohnt, und sich daran macht, sie erneut zu zerstören, denn sie wird ins Polizeirevier gebracht, um Fragen zu Lucys verdächtigem Tod zu beantworten.
Natalie Tyler ist die Beamtin, die mit der Untersuchung des Mordes betraut wurde. Als hochrangige schwarze Polizeibeamtin wurde sie von ihrer Familie geächtet und hat oft das Gefühl, den falschen Beruf zu ergreifen. Doch als sie Michelle kennenlernt, verspürt sie das komplizierte Bedürfnis, sie zu beschützen, was immer sie auch getan haben mag.