Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Gothic Animals: Uncanny Otherness and the Animal With-Out
Dieses Buch geht von der Annahme aus, dass die Anwesenheit nicht-menschlicher Kreaturen eine immer schon unheimliche Kluft in den menschlichen Annahmen über die Realität verursacht. Mit der Erforschung der dunklen Seite der tierischen Natur und der "Andersartigkeit" von Tieren aus der Sicht des Menschen und unter Verwendung neuester Theorien über nicht-menschliche Tiere, Ökokritik, Literatur- und Kulturtheorie betritt dieses Buch Neuland für das Genre des Gothic.
Nach der Verbreitung von Darwins Evolutionstheorien griff die Belletristik des neunzehnten Jahrhunderts schnell die Idee des "inneren Tieres" auf. Dabei ging es um die Angst vor einer widerspenstigen, trotzigen, degenerierten und völlig amoralischen Animalität, die (meist) in uns allen schlummert.
Nichtmenschen und Menschen haben jedoch auch andere Arten von Begegnungen, und schon vor Darwin hatten die Menschen oft eine unangenehme Beziehung zu Tieren, die, wie Donna Haraway es ausdrückt, eine Art haben, auf uns "zurückzublicken". In diesem Buch liegt der Schwerpunkt nicht auf dem "Tier im Inneren", sondern auf dem Tier "ohne", das anders und völlig unverständlich ist.