
God on the Western Front: Soldiers and Religion in World War I
Von 1914 bis 1918 versuchten religiöse Gläubige und hoffnungsvolle Skeptiker, Sinn und Zweck hinter der gottgewollten Zerstörung zu finden. Gott an der Westfront ist eine Geschichte der gelebten Religion über nationale Grenzen, religiöse Zugehörigkeiten und Klassen während des Ersten Weltkriegs hinweg, die sich auf eine umfangreiche Sammlung von Primärquellen stützt.
Joseph F. Byrnes nimmt den Leser mit auf eine Reise zu den Schlachtfeldern Frankreichs, wo er den Worten deutscher, französischer und englischer Soldaten lauscht, hinter die Fronten geht, um von den Männern und Frauen zu hören, die für die seelsorgerische und medizinische Betreuung sorgten, und die religiösen Schriften von Priestern, Bischöfen, Geistlichen und Rabbinern liest, die versuchten, dem Ganzen einen Sinn zu geben. Die Geschichte beginnt mit den Bürgern zu Hause, wie sie auf die Verpflichtung zum Krieg reagierten, und konzentriert sich dann auf die "Gottesrede" und die "Nationsrede", mit denen die Soldaten ihre grundlegenden religiösen Erfahrungen zum Ausdruck brachten. Neben den Generälen Helmuth von Moltke, Ferdinand Foch und Douglas Haig sowie den Soldatentheologen Franz Rosenzweig, Paul Tillich, Pierre Teilhard de Chardin und Geoffrey Studdert Kennedy widmet sich Byrnes Studie den Worten einfacher Männer, die um die Artikulation ihrer religiösen Gefühle rangen. Dabei zeigt er auf, wie religiöse und Kampferfahrungen miteinander verwoben sind, und veranschaulicht das breite Spektrum an spirituellen Antworten, die sich über die Grenzen hinweg entwickelt haben.
Byrnes' internationaler und interreligiöser Ansatz geht über die typischen Beschränkungen von Studien hinaus, die sich entweder auf eine Nation oder eine konfessionelle Zugehörigkeit konzentrieren, und betritt Neuland. Er wird Wissenschaftler und Studenten der modernen europäischen Geschichte, der Religionsgeschichte und der Geschichte des Krieges ansprechen.