
God, Race, and History: Liberating Providence
Bei der Ausarbeitung rassistischer Visionen der modernen Welt machten sich europäische Denker die christliche Vorsehungslehre zu eigen und konstruierten die Idee der Herrschaft der europäischen Menschheit über den Globus nach dem Vorbild der Herrschaft Gottes über das Universum.
Als mächtige Ordnungstheorie der Beziehung zwischen Gott und der Schöpfung, Zeit und Raum, dem Selbst und dem Anderen diente die Lehre als intellektueller Rahmen für die Theoretisierung des Weißseins, da das männliche europäische Subjekt Jesus Christus als das menschliche Wesen im Zentrum der Weltgeschichte ablöste. Anschließend wird im Gespräch mit Delores S.
Williams und M. Shawn Copeland eine konstruktive politische Theologie der Vorsehung entwickelt, die Jesus Christus durch den Heiligen Geist in den Kämpfen gewöhnlicher, übersehener und unterdrückter menschlicher Wesen um ihr Überleben und um ein gedeihliches Leben für sich selbst, ihre Gemeinschaften und ihre Welt erkennen lässt.