Bewertung:

Lyn Brakemans Memoiren „God is Not a Boy's Name“ sind ein inspirierender Bericht über ihren Weg zur bischöflichen Priesterin, in dem Themen wie Durchhaltevermögen, Glaube und Feminismus im Mittelpunkt stehen. Das Buch wird für seine Ehrlichkeit, seinen Humor und seine tiefen persönlichen Einsichten gelobt, was es zu einer fesselnden Lektüre sowohl für Feministinnen als auch für diejenigen macht, die sich für spirituelle Reisen interessieren.
Vorteile:Die Memoiren werden für ihren einnehmenden Schreibstil, ihren Humor und ihre emotionale Tiefe gelobt. Rezensenten loben die Ehrlichkeit und Authentizität der Autorin sowie ihre Fähigkeit, durch das Teilen ihrer Kämpfe und Triumphe zu inspirieren. Das Buch spricht Männer und Frauen gleichermaßen an und bietet wertvolle Einblicke in Spiritualität und Geschlechterfragen in religiösen Kontexten. Viele empfehlen die Audioversion wegen ihrer zusätzlichen Lebendigkeit.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser wünschen sich mehr Selbsthilfeelemente und sind der Meinung, dass der Schwerpunkt des Buches eher auf der Reise der Autorin als auf praktischen Anleitungen liegt. In einigen Kritiken wird erwähnt, dass bestimmte Themen wie Religion und Sexualität ausführlicher behandelt werden sollten, obwohl die Rezensionen insgesamt überwiegend positiv sind.
(basierend auf 25 Leserbewertungen)
God Is Not a Boy's Name
Lyn Brakeman gehörte zu den ersten Frauen, die sich in der Episkopalkirche um die Priesterweihe bewarben, kurz nachdem der Generalkonvent 1976 beschlossen hatte, dass Frauen Priesterinnen werden können.
Der Bischof ihrer Diözese hatte gegen die Weihe von Frauen zu Priestern gestimmt, und die Gastfreundschaft gegenüber weiblichen Aspiranten war bestenfalls zurückhaltend. Warum also sollte eine vierzigjährige institutionelle Naivität, eine Hausfrau aus der Vorstadt und Mutter von vier Kindern sich auf solch unfreundliches Terrain begeben, um die Priesterweihe anzustreben, wo doch ihr persönliches Leben im Chaos versunken war? Es wäre einfacher gewesen, wenn sie ein Mann gewesen wäre, wenn sie nicht Betty Friedan gelesen hätte, wenn sie nicht kurz vor der Scheidung gestanden hätte und wenn sie sich nicht auf Sünden eingelassen hätte, die mit einem A beginnen.
Brakeman gibt keine einfachen Antworten, sondern geht schwierige Themen - Sucht, Tod und Trauer, Scheidung, das Wesen des Priestertums, Kirchenpolitik, christlicher Feminismus und Jesus Christus - mit Offenheit an. Ihre Geschichte wird zusammengehalten durch ihre spirituelle Verbindung mit der Stimme Gottes aus ihrem Inneren und ihre wachsende Überzeugung, dass das Wesen der Gottheit geschlechtsneutral ist und dass die theologische Sprache im Heiligtum und im Klassenzimmer diese Wahrheit auf ausgewogene Weise widerspiegeln muss.