Bewertung:

Das Buch „God And Evil: An Introduction To The Issues“ von Peterson dient als prägnante und dennoch informative Einführung in das komplexe Thema des Problems des Bösen im Zusammenhang mit der Existenz Gottes. Obwohl es für seine Klarheit und Zugänglichkeit geschätzt wird, weisen die Leser darauf hin, dass es für diejenigen, die ein tieferes Verständnis anstreben, zusätzliches Material erfordern könnte.
Vorteile:⬤ Bietet eine klare und effektive Einführung in das Problem des Bösen.
⬤ Prägnant, mit nur 134 Seiten, was es zu einer schnellen Lektüre macht.
⬤ Behandelt wichtige philosophische Figuren und Konzepte im Zusammenhang mit dem Thema.
⬤ Wird wegen seines Wertes und seiner Aktualität gut aufgenommen.
⬤ Für Leser, die ein umfassendes Verständnis anstreben, geht es vielleicht nicht tief genug.
⬤ Einige benötigen möglicherweise zusätzliche Quellen, um sich eingehender mit dem Thema zu befassen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
God And Evil: An Introduction To The Issues
Dieser knappe, gut strukturierte Überblick untersucht das Problem des Bösen im Kontext der Religionsphilosophie. Das Problem des Bösen ist eines der Kernthemen in diesem Bereich und stellt eine dauerhafte Herausforderung dar, über die westliche Philosophen seit fast zweitausend Jahren nachgedacht haben.
Das Hauptproblem des Bösen besteht darin, den Glauben an einen gerechten und liebenden Gott mit dem Bösen und dem Leiden in der Welt in Einklang zu bringen. Michael Peterson umrahmt dieses Thema, indem er Fragen wie die folgenden behandelt: In welchem Verhältnis stehen der rationale Glaube und der religiöse Glaube? Welche unterschiedlichen konzeptionellen Ansätze sind auf beiden Seiten des Themas möglich? Welche Antworten haben wichtige Denker gegeben, und welche erscheinen am vielversprechendsten? Ist es möglich, angesichts des Bösen ein religiöses Engagement aufrechtzuerhalten? Peterson stützt sich auf die hilfreiche Unterscheidung zwischen dem moralischen und dem natürlichen Bösen, um unser Verständnis der verschiedenen Aspekte des Problems zu klären und Wege für Antworten aufzuzeigen. Das Gesamtformat des Textes beruht auf der Klassifizierung verschiedener Arten von Argumenten gegen das Böse: die logischen, die probabilistischen, die beweiskräftigen und die existentiellen Argumente.
Jede Art von Argument hat ihre eigene Strategie, die sowohl Theisten als auch Nichttheisten erkennen und entwickeln müssen. Der Text lässt sowohl theistische als auch nicht-theistische Perspektiven zu Wort kommen und geht der Frage nach, ob das Böse den theistischen Glauben als inkonsistent, unwahrscheinlich, durch Beweise diskreditiert oder durch persönliche Krisen bedroht erscheinen lässt. Peterson erklärt, wie Defensivstrategien besonders geeignet sind, um auf die logischen und probabilistischen Argumente des Bösen zu reagieren, während die Theodizee eine angemessene Antwort auf das Beweisargument ist.
Theodizee wird traditionell als der Versuch verstanden, den Glauben an einen allmächtigen und allgütigen Gott angesichts des Bösen zu rechtfertigen. Im Text werden die Theodizeen von Augustinus, Leibniz, Hick und Whitehead als erhellende Beispiele für Theodizeen diskutiert. Diese Diskussion ermöglicht es Peterson, ein in den meisten Theodizeen vorherrschendes Thema zu identifizieren und zu bewerten: dass das Böse durch die Benennung eines höheren Gutes gerechtfertigt werden kann.
Am Ende geht Peterson sogar der Frage nach, wie bestimmte Arten der Theodizee, die auf spezifisch christlichen Auslegungen des Theismus beruhen, eine Grundlage für die Auseinandersetzung mit dem existentiellen Problem des Bösen bieten könnten. Der Leser dieses Buches gewinnt nicht nur ein intellektuelles Verständnis für die Debatte über Gott und das Böse in der professionellen Philosophie, sondern auch den persönlichen Nutzen, über eines der wichtigsten Themen des menschlichen Lebens nachzudenken.