
Governance and the Postcolony: Views from Africa
Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und multilaterale Institutionen fordern immer wieder eine bessere oder "gute" Regierungsführung - doch scheinen sie aneinander vorbei zu reden. Der Begriff "Governance" droht seine Bedeutung zu verlieren, gerade weil er für unterschiedliche Menschen an unterschiedlichen Orten viele Dinge bedeutet.
Dies gilt insbesondere für die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Hier nimmt die Postkolonie viele Formen an und spiegelt das imperiale Projekt mit schmerzlicher Genauigkeit wider. Dieser Band bietet eine Reihe multidisziplinärer Analysen des Regierens in verschiedenen Sektoren (Krisenmanagement, Wasser, Ernährungssicherheit, Universitäten), an verschiedenen Orten in Subsahara-Afrika und mit unterschiedlichen theoretischen Ansätzen (Netzwerk bis hin zu kontradiktorischer Netzwerk-Governance) und ist eine nützliche Ergänzung zu den wachsenden Debatten darüber, "wie man regiert". Er verzichtet darauf, eine "richtige" Definition von Governance anzubieten oder eine bestimmte Position zur Postkolonialität zu vertreten. Es gibt keine eindeutige Schlussfolgerung, sondern lädt die Leser ein, ihre eigenen Schlussfolgerungen auf der Grundlage dieser unterschiedlichen Ansätze und Analysen des Regierens in der Postkolonie zu ziehen.
Als solide, kritische Bewertung von Macht und Rechenschaftspflicht im subsaharischen Kontext bietet "Governance and the Postcolony: Views from Africa (Ansichten aus Afrika) aktuelle Fallstudien zusammen, die eine wertvolle Ressource für diejenigen sein werden, die im Bereich der internationalen Beziehungen, der öffentlichen Politik, des öffentlichen Managements und der Verwaltung in Afrika arbeiten.