Bewertung:

Das Buch „Grace Hopper und die Erfindung des Informationszeitalters“ von Kurt Beyer beschreibt das Leben und die Leistungen von Konteradmiral Grace Hopper, einer Pionierin der Informatik und der Programmierung. Die Erzählung verbindet Biografie mit historischem Kontext und zeigt Hoppers zentrale Rolle bei der Entwicklung der frühen Computertechnologie und der Programmiersprachen. Während viele Leser die umfassenden Einblicke in Hoppers berufliches Wirken schätzen, wünschen sich einige mehr persönliche Anekdoten und einen flüssigeren Erzählfluss.
Vorteile:⬤ Detaillierte Darstellung von Grace Hoppers bedeutenden Beiträgen zur Computerwissenschaft, einschließlich der Erfindung von COBOL und Compilern.
⬤ Faszinierende Mischung aus Biografie und Geschichte, die den Kontext der frühen Computer-Ära vermittelt.
⬤ Verdeutlicht Hoppers Rolle als Wegbereiterin für Frauen in der Technik.
⬤ Fesselnder Erzählstil, der sich bisweilen wie ein Action-Roman liest.
⬤ Würdigung von Hoppers persönlicher Entschlossenheit und seinen Führungsqualitäten.
⬤ Einige Leser finden den Anfang des Buches langsam und wenig flüssig.
⬤ In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass Hoppers persönliches Leben und sein Charakter nicht eingehend erforscht werden.
⬤ Es gibt Beschwerden über redaktionelle Probleme und Tippfehler im gesamten Buch.
⬤ Einige Leser erwarteten mehr technische Details und Beispiele von Hoppers Programmierarbeit im Text.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
Grace Hopper and the Invention of the Information Age
Die Karriere der Computer-Visionärin Grace Murray Hopper, die mit ihrer innovativen Programmierarbeit den Grundstein für die Benutzerfreundlichkeit der heutigen Personal Computer legte und damit das Informationszeitalter einläutete.
Ein Hollywood-Biopic über das Leben der Computerpionierin Grace Murray Hopper (1906-1992) würde folgendermaßen ablaufen: Eine junge Professorin verlässt die efeubewachsenen Mauern der akademischen Welt, um nach Pearl Harbor ihrem Land in der Marine zu dienen, und findet sich an der Front der Computerrevolution wieder. Sie arbeitet hart, um in der rein männlichen Computerindustrie erfolgreich zu sein, wird von persönlichen Problemen fast zu Fall gebracht, überlebt diese aber und beendet ihre Karriere als gefeierte Elder Stateswoman der Computerbranche, als Heldin für Tausende, die als Erfinderin der Computerprogrammierung gefeiert wird. Während Hoppers späteren Jahren erzählten die populären Medien diese vereinfachte Version ihrer Lebensgeschichte. In Grace Hopper und die Erfindung des Informationszeitalters enthüllt Kurt Beyer eine authentischere Hopper, eine lebendige und komplexe Frau, deren Karriere parallel zum kometenhaften Aufstieg der Computerindustrie in der Nachkriegszeit verlief.
Hopper, der sowohl rebellisch als auch kollaborativ war, hatte zu einer Zeit, als Frauen dazu angehalten wurden, sich der Hausarbeit und dem Kinderkriegen zu widmen, großen Einfluss in von Männern dominierten Militär- und Wirtschaftsorganisationen. Hoppers größte technische Errungenschaft war die Entwicklung von Werkzeugen, die es Menschen ermöglichten, mit Computern in anderen Begriffen als Einsen und Nullen zu kommunizieren. Dieser Fortschritt beeinflusste die gesamte zukünftige Programmierung und Softwareentwicklung und legte den Grundstein für die Entwicklung benutzerfreundlicher Personal Computer.