
Graphic Memories of the Civil Rights Movement: Reframing History in Comics
Gewinner des Charles Hatfield Book Prize, Comic Studies Society, 2020.
A CHOICE Outstanding Academic Title, 2019
Die Geschichte der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung ist geprägt von Erzählungen, die immer wieder neu erzählt werden. Dies hat viele Schlüsselfiguren und Wendepunkte an den Rand gedrängt, aber Graphic Novels und Graphic Memoirs bieten die Möglichkeit, gegen den Konsens anzugehen und eine vollständigere Geschichte zu schaffen. Graphic Memories of the Civil Rights Movement zeigt fünf anschauliche Beispiele dafür:
Ho Che Andersons King (2005), das die Standardbiografie von Martin Luther King Jr. verkompliziert. die dreibändigen Memoiren des Kongressabgeordneten John Lewis, March (2013-2016); Darkroom (2012) von Lila Quintero Weaver, in dem die Autorin an die Beteiligung ihres argentinischen Vaters an der Bewegung und an ihre Kindheit als Einwanderin in den Südstaaten erinnert; der Bestseller The Silence of Our Friends von Mark Long, Jim Demonakos und Nate Powell (2012), der im Third Ward von Houston im Jahr 1967 spielt, und Stuck Rubber Baby von Howard Cruse (1995), dessen Protagonist ein verschlossener schwuler Mann ist, der an der Bewegung beteiligt war.
Bei der Auswahl dieser fünf Werke geht Jorge Santos auch der Frage nach, wie dieses Medium es den Lesern ermöglicht, an der kollektiven Gedächtnisbildung teilzunehmen, und was die Bücher über den Prozess verraten, durch den Geschichte (neu) erzählt, (neu) produziert und (neu) erzählt wird. Den Abschluss des Buches bildet ein Interview von Santos mit Ho Che Anderson.