
Civilising Grass: The Art of the Lawn on the South African Highveld
Civilising Grass ist eine soziokulturelle Analyse des Rasens im südafrikanischen Hochland, die die komplexe Beziehung zwischen Landschaft und Macht in der kolonialen, modernistischen und Post-Apartheid-Ära des Landes untersucht.
Dieses Buch bietet eine lebendige und provokative Lektüre von Texten und Abbildungen, um die rassischen und geschlechtsspezifischen Aspekte "natürlicher" Umgebungen aufzudecken. Es wird argumentiert, dass der Rasen, ein gewöhnliches und oft übersehenes Merkmal des südafrikanischen Alltagslebens, weder natürlich noch unschuldig ist.
Wie andere koloniale Landschaften fungiert der Rasen vielmehr als ein Ort alltäglicher Gewalt, Unterdrückung, Enteignung und Segregation. Dieses Buch untersucht ein eklektisches Archiv künstlerischer, literarischer und architektonischer Rasenflächen zwischen 1886 und 2017 und analysiert Gedichte, Karten, Gartenblogs, Anzeigen, Ethnografien und Ephemera sowie Literatur von Koos Prinsloo, Marlene van Niekerk und Ivan Vladislavic. Darüber hinaus enthält Civilising Grass farbige Reproduktionen von Rasenkunstwerken von David Goldblatt, Lungiswa Gqunta, Pieter Hugo, Anton Kannemeyer, Sabelo Mlangeni, Moses Tladi und Kemang Wa Lehulere.
Die Betrachtung dieser und anderer Werke offenbart die organische Beziehung zwischen Rasen und Wildnis sowie zwischen Rasen und menschlichen bzw. nicht-menschlichen Akteuren - und bietet damit reiche und unerwartete Einblicke in die südafrikanische Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart.