Bewertung:

Das Buch ist eine unkonventionelle und künstlerisch lebendige Erzählung, die das Leben eines vertriebenen osteuropäischen Mannes, der in Paris lebt, durch eine Reihe von Briefen schildert. Es erforscht Themen wie Identität, Kultur und Existenzangst, hat aber bei den Lesern gemischte Gefühle hinsichtlich seiner Tiefe und seines Erzählstils hervorgerufen.
Vorteile:Einzigartiger Schreibstil, künstlerisch atemberaubend, voller Weisheit und kultureller Einsichten, fesselnd für diejenigen, die sich für Geschlechterdynamik interessieren, lässt sich schnell lesen und lädt doch zum tieferen Nachdenken ein.
Nachteile:Der Klappentext des Verlags ist irreführend, die Erzählung ist manchmal lückenhaft und schweift ab, es fehlt ihr an Tiefe, wenn es um das Thema Homosexualität geht, und sie hat ein banales Ende, das sich veraltet oder unbefriedigend anfühlen kann.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Border State
Ausgezeichnet mit dem Preis der Baltischen Versammlung 1993.
Border State war bei seiner Veröffentlichung 1993 in Europa sofort eine Sensation und wurde bereits in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Es ist die brillant umgesetzte Geschichte eines Mannes, der dem westlichen Exzess verfallen ist, der emotional verkrüppelt ist von einer Welt, die seine eigene verdrängt, und der in einem Westen lebt, in dem "alle Länder zu imaginären Ruinenwüsten geworden sind, in denen Scharen von Nomaden von einer Attraktion zur anderen ziehen." Seine Geschichte, in der Desillusionierung und Mord untrennbar miteinander verbunden sind, ist eine fesselnde Erkundung von Mangel, Sehnsucht und Wahnsinn.