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Greek Tragedy
Warum hat Aischylos anders charakterisiert als Sophokles? Warum hat Sophokles den dritten Schauspieler eingeführt? Warum hat Euripides keine besseren Plots entwickelt? So fragt H. D.
F. Kitto in seiner gefeierten Studie über die griechische Tragödie, die zum ersten Mal bei Routledge Classics erscheint. Kitto argumentiert, dass der griechische Dramatiker, obwohl er sich mit großen moralischen und intellektuellen Fragen befasst, vor allem ein Künstler ist und dass der Schlüssel zum Verständnis des klassischen griechischen Dramas darin besteht, die tragische Konzeption jedes Stücks zu verstehen.
In Kittos Worten: „Wir werden fragen, was der Dramatiker zu sagen versucht, und nicht, was er tatsächlich über dieses oder jenes sagt“. Durch eine brillante Analyse von Aischylos' „Oresteia“, den Stücken von Sophokles, darunter „Antigone“ und „Oedipus Tyrannus“, und Euripides' „Medea“ und „Hekuba“ vermittelt Kitto gekonnt die anhaltende künstlerische und literarische Brillanz der griechischen Dramatiker.