
Great Expectations, Slow Transformations: Incremental Change in Post-Crisis Regulation
Warum wurden nach der Finanzkrise nur schrittweise Reformen durchgeführt, obwohl die Voraussetzungen für einen schnellen Wandel gegeben schienen? Gibt es etwas Spezifisches in der Finanzpolitik, das radikalere Reformen verhindert? Auf der Grundlage der vergleichenden Politikwissenschaft und des historischen Institutionalismus sowie der internationalen politischen Ökonomie beantwortet dieses Buch diese Fragen, indem es die besonderen institutionellen Reibungen untersucht, die die globale Finanzpolitik kennzeichnen und die die Tätigkeit von Akteuren des Wandels und Vetospielern beeinflussen, die an globalen regulatorischen Veränderungen beteiligt sind.
Die Kapitel zeigen, dass der Prozess des Wandels in der Finanzregulierung sowie in den Institutionen, die das Finanzwesen regeln, nicht mit dem punktuellen Modell des politischen Wandels übereinstimmt. Sie zeigen jedoch auch, dass schrittweise Veränderungen zu grundlegenden Veränderungen der Grundprinzipien der globalen Finanzpolitik führen können.