Bewertung:

Das Buch ist eine Mischung aus einer fesselnden Liebesgeschichte und einer tiefgründigen Kritik am europäischen Tourismus und der Demografie, gespickt mit historischen Einblicken und Philosophie. Während viele Leser es intellektuell anregend und ergreifend finden, werden andere von den umfangreichen beschreibenden Passagen und der offensichtlichen Geringschätzung des Autors für das Reisen abgeschreckt.
Vorteile:⬤ Atemberaubend und informativ
⬤ fesselnde Liebesgeschichte
⬤ reiches historisches Wissen
⬤ intellektuell provokant und unterhaltsam
⬤ witzige, aufschlussreiche Kritik am europäischen Tourismus
⬤ gut gestaltete Erzählung.
⬤ Etwas überspitzte Ansichten über den Tourismus
⬤ Elemente der Liebesgeschichte mögen nicht bei jedem auf Resonanz stoßen
⬤ seitenlange, detaillierte Beschreibungen können für die Handlung irrelevant erscheinen
⬤ starke Anti-Reise-Stimmung.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Grand Hotel Europa
("Grand Hotel Europa") erinnert an Nabokov, Tom Wolfe, Baudrillard, Umberto Eco, Wes Anderson ... (ein Roman) von unverbesserlichem Übermut. --Rand Richards Cooper, The New York Times Book Review
Ein mitreißender, atmosphärischer Roman über europäische Identität, in dessen Mittelpunkt ein Hotel steht, das die vielfältigen Widersprüche des Kontinents auf den Punkt bringt.
Die Liebe meines Lebens lebt in meiner Vergangenheit. Trotz der Alliteration ist es eine schreckliche Zeile, die ich schreiben muss. Ich möchte nicht wie das Hotel, in dem ich wohne, und der Kontinent, nach dem es benannt ist, zu dem Schluss kommen, dass die besten Zeiten hinter mir liegen und ich von der Zukunft nicht mehr zu erwarten habe, als von meiner Vergangenheit zu leben.
Ein Schriftsteller quartiert sich im herrschaftlichen, aber verfallenen Grand Hotel Europa ein, um darüber nachzudenken, was mit Clio, einer Kunsthistorikerin und der Liebe seines Lebens, schief gelaufen ist. Er erinnert sich an ihre erste Begegnung in Genua, an seine ausschweifenden Besuche bei ihr in Venedig und an ihre lieblichen Reisen nach Malta, Palmaria, Portovenere und in die Cinque Terre auf ihrer aufregenden Suche nach dem letzten Gemälde von Caravaggio. In der Zwischenzeit ist er fasziniert von den Geheimnissen des Grand Hotel Europa und den denkwürdigen, exzentrischen Charakteren, die es bewohnen und die alle aus einer goldenen Zeit zu stammen scheinen. Doch die Globalisierung macht auch vor diesem Ort nicht halt, und das Gefühl des verlorenen Ruhms hängt schwer in der Luft.
Grand Hotel Europa ist Ilja Leonard Pfeijffers meisterhafter Roman über den alten Kontinent, wo es so viel Geschichte gibt, dass kaum noch Platz für eine Zukunft zu sein scheint. Filmisch, lyrisch und voller Humor ist dies ein Roman über den Zustand Europas, der wie das Personal und die Bewohner des Grand Hotel Europa seine besten Tage schon hinter sich haben könnte.