Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der Whole Earth Gemeinschaft und ihres Einflusses auf den Umweltschutz und die Gesellschaft, während es gleichzeitig die Entwicklung amerikanischer Umweltthemen anspricht. Es bietet Einblicke in Schlüsselfiguren und Konzepte, die mit dem Whole Earth Katalog verbunden sind, obwohl einige Leser fanden, dass es nicht ihren Erwartungen entsprach, die sie aufgrund des Titels hatten.
Vorteile:Gut geschrieben und informativ, bietet es eine umfassende Dokumentation des Whole Earth Phänomens und seiner Auswirkungen auf den Umweltschutz. Bietet Zugang zu neuen Ideen und Autoren und wendet sich an diejenigen, die den historischen Kontext der 1960er Jahre und ihre Folgen verstehen wollen. Gelobt werden auch die Sachkenntnis und der unpolemische Ansatz des Autors.
Nachteile:Der Titel mag irreführend sein, denn das Buch konzentriert sich mehr auf den Whole Earth Catalog und seine Entwickler als auf die Umweltbewegung oder Ideologien wie „Zurück zur Natur“. Einige Leser erwarteten eine umfassendere Erörterung von Kommunen und verwandten Themen, fanden diese aber nur am Rande behandelt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Counterculture Green: The Whole Earth Catalog and American Environmentalism
Für diejenigen, die sein regelmäßiges Erscheinen sehnsüchtig erwarteten, war er mehr als eine Publikation: Er war eine Lebenseinstellung. Der Whole Earth Catalog vermarktete sich selbst als "Access to Tools" (Zugang zu Werkzeugen) und entwickelte sich von einer Randerscheinung in der Bay Area zu einem landesweiten Phänomen, das Hippies, Heimwerker und alle an Selbstversorgung Interessierten unabhängig vom amerikanischen Mainstream ansprach.
Andrew Kirk erforscht die Geschichte des einzigartigen Umweltbewusstseins des Katalogs und erzählt, wie Stewart Brand aus San Francisco und seine gegenkulturellen Mitstreiter in der Point Foundation eine Philosophie des pragmatischen Umweltbewusstseins vertraten, die technologische Errungenschaften, menschlichen Einfallsreichtum und nachhaltiges Leben feierte. Indem er die soziale, kulturelle, materielle, ökologische und technologische Geschichte der Verkörperung dieser Philosophie im Katalog zusammenstellt, deckt Kirk die treibenden Kräfte dahinter auf, erzählt die Geschichte der Bewegung für angepasste Technologie, die sie unterstützte, und bewertet ihr Schicksal.
Dieses Buch wirft einen neuen Blick auf die vielen Einzelpersonen und Organisationen, die in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren daran arbeiteten, diese Philosophie des pragmatischen Umweltschutzes zu entwickeln. Zu einer Zeit, als viele dieser Ideen als ketzerisch für eine überwiegend auf die Wildnis ausgerichtete Bewegung angesehen wurden, wurde Whole Earth zu einem kritischen Forum für Umweltalternativen und zu einem Modell dafür, wie komplizierte ökologische Ideen auf hoffnungsvolle und sogar humorvolle Weise präsentiert werden konnten. Die Aktionen der Brand's Point Foundation haben gezeigt, dass die Erkenntnistheorie von Whole Earth auf sinnvolle Weise in die Tat umgesetzt werden kann, um einen ökologischen Optimismus zu fördern, der sich deutlich von den Scheremiaden unterscheidet, die zum Standard des amerikanischen Umweltschutzes wurden.
Kirk zeigt uns, dass "Whole Earth" mehr war als nur eine Modeerscheinung der Gegenkultur. In einer Ära des politischen Protests suggerierte es, dass man zu Hause bleiben und seine Toilette modifizieren oder einen Solarkollektor installieren könnte, um einen bedeutenderen Beitrag zu leisten, als auf die Straße zu gehen und die Missetaten des Establishments anzuprangern. In Anbetracht des sichtbaren Vermächtnisses, das in den aktuellen Ansichten von Al Gore und anderen zu finden ist, wirken die subtilen ökologischen Irrlehren von Whole Earth auch heute noch nach, was Kirks klare und lebendige Geschichte auch zu einer äußerst aktuellen macht.