Guderian: Panzerpionier oder Mythenbildner?

Bewertung:   (4,1 von 5)

Guderian: Panzerpionier oder Mythenbildner? (A. Hart Russell)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Russell A. Harts Biografie über Heinz Guderian stellt den Mythos um den General in Frage, der ihn als brillante, aber moralisch kompromittierte Figur darstellt, die sich zu sehr mit dem Nazi-Regime verbündete. Während einige Rezensenten die kritische Perspektive und Ausgewogenheit schätzen, kritisieren andere die Ausführung und die Tiefe der Recherchen in dem Buch.

Vorteile:

Das Buch bietet eine kritische Neubewertung von Guderians Leben und seiner militärischen Karriere und beleuchtet seine Komplizenschaft mit dem Nazi-Regime sowie seine tatsächlichen Fähigkeiten als Befehlshaber. Es fasst die vorhandene Literatur zusammen und präsentiert eine ausgewogene Sichtweise, die frühere idealisierte Darstellungen entlarvt. Einige Rezensenten fanden es prägnant und auf den Punkt gebracht.

Nachteile:

Kritiker bemängeln, dass es dem Buch an origineller Forschung und Tiefe mangelt und es sich stark auf frühere Werke wie Mackseys Biografie stützt. Einige beschreiben es als schlecht geschrieben, sich wiederholend und ohne überzeugende Argumente. Mehrere Rezensenten werfen dem Buch auch vor, es sei eine „Verschlimmbesserung“, die dem bestehenden historischen Diskurs kaum etwas hinzufüge.

(basierend auf 9 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Guderian: Panzer Pioneer or Myth Maker?

Inhalt des Buches:

Biographen und Historiker haben Heinz Guderian als den legendären Vater der deutschen Panzertruppe und brillanten Praktiker der Blitzkrieg-Manöverkriegsführung gefeiert. Wie Russell A.

Hart argumentiert, schuf Guderian diese Legende mit seinen eigenen, äußerst einflussreichen, aber auch eigennützigen und verzerrten Memoiren, die nach wie vor eine der meistgelesenen Darstellungen des Zweiten Weltkriegs sind. Leider haben zu viele Biographen Guderians Sichtweise auf seine Leistungen für bare Münze genommen, ohne sie ausreichend kritisch zu hinterfragen, was zu einer unverdienten Hagiographie geführt hat. Guderian war zweifellos eine große militärische Persönlichkeit mit einem beträchtlichen Ego und Ehrgeiz und einer sprunghaften, ungestümen und schwierigen Persönlichkeit, aber er war entschlossen, seine Vision einer kriegswirksamen Panzertruppe ungeachtet der Konsequenzen zu verwirklichen.

Er erwies sich als ein Mann, der politisch naiv genug war, um Hitler und dem Nationalsozialismus zu verfallen, und doch arrogant genug, um zu glauben, er könne Deutschland trotz Hitlers Einmischung gegen Ende des Krieges vor der unvermeidlichen Niederlage bewahren. Gleichzeitig war Guderian nicht bereit, sich an Versuchen zur Beseitigung Hitlers zu beteiligen oder die Verschwörer, die dies taten, als Verräter zu denunzieren.

Letztendlich verzerrte er die Wahrheit, um seinen Platz in der Geschichte zu sichern. Dabei verunglimpfte er die zahllosen wichtigen Beiträge seiner Offizierskollegen, während er die persönliche Anerkennung für Leistungen einforderte, die in Wirklichkeit kollektiv erbracht worden waren. Auf diese Weise gelang es ihm, eine Legende zu schaffen, die noch lange nach seinem Tod fortbesteht.

Diese Kurzbiografie stellt den Werdegang und die Leistungen Guderians in ein schärferes und genaueres Licht. Sie zeigt den wahren Heinz Guderian, nicht den Mann der Legende.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781574888102
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2006
Seitenzahl:160

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