Bewertung:

John Dittmers „The Good Doctors“ erforscht die bedeutende, aber oft übersehene Rolle des Medical Committee for Human Rights während der Bürgerrechtsära und dessen Bemühungen um eine Gesundheitsversorgung als Menschenrecht. Das Buch beleuchtet die Kämpfe und den Aktivismus der medizinischen Fachkräfte, die in einem nach Rassen getrennten und ungerechten Gesundheitssystem arbeiteten.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Überschneidung von Gesundheitswesen und Bürgerrechten. Die Leserinnen und Leser schätzen die inspirierende Erzählung, die die Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit in der Medizin hervorhebt. Besonders gelobt werden die historischen Darstellungen und der Fokus auf persönliche Geschichten sowie die Untersuchung der Rolle des MCHR bei der Beseitigung von Ungleichheiten im Zugang zur Gesundheitsversorgung.
Nachteile:Mehrere Rezensenten kritisieren den Schreibstil als unzusammenhängend oder schlecht konstruiert, was es für Leser, die mit dem historischen Kontext nicht vertraut sind, schwierig macht, dem Buch zu folgen. Einige Abschnitte wirken unkonzentriert, und dem Erzählfluss mangelt es an Kohärenz. Dies kann die Leser frustrieren, insbesondere diejenigen, die keine Vorkenntnisse über die Bürgerrechtsbewegung haben.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Good Doctors: The Medical Committee for Human Rights and the Struggle for Social Justice in Health Care
Im Sommer 1964 gründeten Mediziner, überwiegend Weiße aus den Nordstaaten, das Medical Committee for Human Rights (MCHR), um Bürgerrechtsaktivisten bei der Organisation schwarzer Wähler in Mississippi zu unterstützen.
Sie verließen ihr Leben und ihre lukrativen Privatpraxen, um an der Seite von Demonstranten des Freedom Summer, des Marsches auf Selma und des Demokratischen Kongresses in Chicago 1968 zu marschieren und deren Wunden zu versorgen. Galvanisiert und manchmal auch radikalisiert durch ihren Blick aus erster Hand auf entrechtete Gemeinschaften, weitete die MCHR ihre Mission bald auf eine Reihe von Themen aus, die von Armut bis zum Krieg in Vietnam reichten.
Später nahmen sie sich das gesamte Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten vor. Die MCHR-Ärzte erkannten bald, dass der Kampf gegen die Rassentrennung nicht nur die Versorgung weißer Freiwilliger, sondern auch die Aufdeckung und Beseitigung schockierender Ungleichheiten in der segregierten Gesundheitsversorgung bedeuten würde. Sie leisteten Pionierarbeit bei kommunalen Gesundheitsplänen und brachten medizinische Versorgung in unterversorgte oder unversorgte Gebiete.
Obwohl das Bildungswesen das bekannteste Schlachtfeld für die Integration war, hatte die erschreckende Ungerechtigkeit der segregierten Gesundheitsversorgung ebenso verheerende Folgen. Der preisgekrönte Historiker John Dittmer, Autor des Klassikers der Bürgerrechtsgeschichte Local People: The Struggle for Civil Rights in Mississippi, hat einen aufschlussreichen und bewegenden Bericht über eine Gruppe von Idealisten geschrieben, die ihre Karriere in den Dienst des Mottos "Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht" stellten.