Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Briefen von Denton Welch, die einen intimen Einblick in sein Leben und seine Beziehungen während des Zweiten Weltkriegs geben. Es wird für seine emotionale Tiefe und seinen einzigartigen Stil gelobt, auch wenn einige darauf hinweisen, dass es vielleicht nicht die beste Einführung in Welchs Werk ist.
Vorteile:⬤ Faszinierende Einblicke in einen wenig bekannten Engländer
⬤ gut redigiert und präsentiert
⬤ wichtige und bewegende Briefe
⬤ ergänzt bestehende Werke von Welch
⬤ bietet eine einzigartige Perspektive auf die Liebe und die LGBTQ-Erfahrung während des Zweiten Weltkriegs
⬤ leidenschaftlich und anschaulich geschrieben.
⬤ Nicht als Einstieg für neue Leser von Welch zu empfehlen, da seine Romane und Erzählungen als ausgefeilter gelten
⬤ das Buch enthält viele Anmerkungen des Herausgebers, was manche als problematisch empfinden
⬤ die intime Natur der Briefe wirft ethische Fragen zur Privatsphäre auf
⬤ lange Zitate aus Tagebüchern können den Lesefluss stören.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Good Night, Beloved Comrade: The Letters of Denton Welch to Eric Oliver
Denton Welch (1915-48) starb im Alter von dreiunddreißig Jahren nach einer kurzen, aber brillanten Karriere als Schriftsteller und Maler. Die aufschlussreiche, ergreifende, impressionistische Stimme, die seinen Romanen zugrunde liegt, wurde von Kritikern und Literaten in England sehr gelobt und hat seitdem kreative Künstler von William S.
Burroughs bis John Waters inspiriert. Seine Leistungen waren umso bemerkenswerter, als er im Alter von achtzehn Jahren bei einem Fahrradunfall schwere Verletzungen der Wirbelsäule und des Beckens erlitt. Obwohl die deutschen Bomben Großbritannien verwüsteten, schrieb Welch in seinen Veröffentlichungen über die idyllischen Landschaften und Menschen, die er in Kent beobachtete.
Dort lernte er 1943 Eric Oliver kennen und verliebte sich in ihn, einen gut aussehenden, intelligenten, aber etwas unsicheren „Landjungen“ - einen Landarbeiter der Landarmee im Krieg. Oliver wurde in den letzten sechs Jahren von Welchs Leben zu einem Gefährten, Kameraden, Liebhaber und Betreuer.
Alle einundfünfzig Briefe, die Welch an Oliver schrieb, werden hier zum ersten Mal gesammelt und kommentiert. Sie sind ein historischer Bericht über das Leben inmitten der Entbehrungen, Entbehrungen und Ängste des Zweiten Weltkriegs und zugleich ein zeitloses Zeugnis der zärtlichen und intimen Gefühle eines jungen Mannes, seines ungeheuren Mutes in der Not und seines ständigen Kampfes um Liebe und schöpferische Existenz.