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To Have and Have Not: Southeast Asian Raw Materials and the Origins of the Pacific War
Jonathan Marshall stellt eine provokante Behauptung auf: Es waren nicht ideologische oder sicherheitspolitische Erwägungen, die die Vereinigten Staaten 1941 in den Krieg mit Japan führten. Stattdessen, so argumentiert er, war es ein Kampf um den Zugang zu Südostasiens riesigem Rohstofflager - Gummi, Öl und Zinn -, der die Vereinigten Staaten in den Konflikt trieb.
In kühner Abweichung von der konventionellen Meinung untersucht Marshall die politische Landschaft der damaligen Zeit und stellt die zunehmende Spannung und Angst dar, die die US-Beamten in den Monaten vor dem Krieg ergriffen. Ungewöhnlich in seiner umfangreichen Verwendung von zuvor ignorierten Dokumenten und Studien, zeichnet dieses Werk die Dilemmata der Roosevelt-Regierung auf: Anfangs hoffte sie, einen Konflikt mit Japan zu vermeiden, und nach vielen diplomatischen Vorstößen sah sie den Krieg als unvermeidlich an. Marshall geht auch der Frage nach, wie internationale Konflikte häufig auf Rivalitäten um Land, Nahrungsmittel, Energie und Industrie zurückzuführen sind.
Seine Einblicke in den "Ressourcenkrieg", den Wettbewerb um lebenswichtige Rohstoffe, werden ein neues Licht auf die Beteiligung der USA an anderen Konflikten werfen - vor allem in Vietnam und am Persischen Golf. Dieser Titel ist Teil des UC Press's Voices Revived Programms, das an die Mission der University of California Press erinnert, die klügsten Köpfe ausfindig zu machen und zu kultivieren und ihnen Stimme, Reichweite und Einfluss zu verleihen.
Voices Revived stützt sich auf eine Backlist, die bis ins Jahr 1893 zurückreicht, und macht hochwertige, von Fachleuten geprüfte wissenschaftliche Arbeiten mithilfe der Print-on-Demand-Technologie wieder zugänglich. Dieser Titel wurde ursprünglich im Jahr 1995 veröffentlicht.