
Hamlet Translations: Prisms of Cultural Encounters across the Globe
In dieser interdisziplinären Sammlung wird erörtert, wie Shakespeares Hamlet zu verschiedenen historischen Zeitpunkten und zu unterschiedlichen Zwecken in verschiedene Sprachen und Kulturen übersetzt wurde: Aufführung, Lektüre, künstlerische Experimente, Erlernen von Sprachen, Nationenbildung und persönliche Identitätsbildung. Es gibt viele Hamlets, und sie sind keine einfachen Kopien des Originals (ja, welches denn?), sondern Texte, die Spuren ihrer eigenen Zeit und ihres eigenen Ortes tragen.
Der Band ist international angelegt und bietet Perspektiven auf Hamlet-Übersetzungen ins Isländische, europäische und brasilianische Portugiesisch, Walisisch, Hebräisch, Ukrainisch, Slowenisch, Griechisch, Spanisch, Ungarisch, Finnisch und Slowakisch. Außerdem werden neuere Hamlet-Aufführungen in verschiedenen geografischen und kulturellen Kontexten untersucht, z. B.
in Rumänien, Litauen und China, eine schona-sprachige Produktion aus dem Vereinigten Königreich und eine nonverbale Aufführung aus den USA. Der Band deckt eine lange Zeitspanne ab, beginnend mit einem Verweis auf den mittelalterlichen nordischen kulturellen Kontext, in dem die Geschichte des Stücks ihren Ursprung hat, und endend mit dem Hamlet einer Theatergruppe des 21.
Jahrhunderts, die ganz ohne Worte auskommt. Mrta Minier ist außerordentliche Professorin für Theater und Mediendrama an der Universität von Südwales.
Lily Kahn ist Professorin für Hebräisch und jüdische Sprachen am UCL.