
Hannah Arendt and the History of Thought
Hannah Arendt and the History of Thought (Hannah Arendt und die Geschichte des Denkens), herausgegeben von Daniel Brennan und Marguerite La Caze, bereichert und vertieft die Forschung über Arendts Beziehung zur Philosophiegeschichte und zu philosophischen Traditionen.
In einigen Beiträgen werden Denker analysiert, die nicht oft mit Arendt in Verbindung gebracht werden, wie William Shakespeare, Hans Jonas und Simone de Beauvoir. In anderen Beiträgen werden Themen behandelt, die für das Verständnis von Arendts Werk dringend und entscheidend sind, wie Liebe in ihren vielen Formen, Ethnizität und Rasse, Behinderung, Menschenrechte, Politik und Staatenlosigkeit.
Den Kern des Bandes bilden Kapitel über Arendts Kant-Interpretation und ihr Verhältnis zur deutschen Frühromantik und Phänomenologie, während andere Kapitel neue Perspektiven erkunden, etwa Arendt und der Film, ihre philosophischen Verbindungen zu anderen Denkerinnen und ihr Einfluss auf das osteuropäische Denken und den Aktivismus. Der Sammelband erweitert den Bezugsrahmen für die Arendt-Forschung - sowohl im Hinblick auf die Verwendung eines breiteren Spektrums von Texten wie ihrem Denktagebuch als auch auf die Untersuchung ihrer Ideen zu Urteil, Feminismus und Weltlichkeit in diesem breiteren Kontext.