
Harmonizing Similarities: A History of Distinctions Literature in Islamic Law
"Harmonizing Similarities" ist eine Studie über die juristische Unterscheidungsliteratur (al-furūq al-fiqhiyya) und ihre Rolle bei der Entwicklung des islamischen Rechtserbes. In diesem Buch wird untersucht, wie die öffentliche Aufführung des islamischen Rechts die juristische Literatur geprägt hat. Es zeigt die Ursprünge dieser Tradition in der zeitgenössischen lexikographischen und medizinischen Literatur auf, die beide das produktive Potenzial von Unterscheidungen demonstrierten.
Elias G. Saba zeigt die Bedeutung der juristischen furūq und wie die Veränderungen in dieser Gattung die Verschiebungen im sozialen Konsum islamischen Rechtswissens widerspiegeln. Das Interesse an juristischen Unterscheidungen erwuchs aus der Darstellung von Wissen in formalisierten juristischen Disputen. Von hier aus nahmen die juristischen Unterscheidungen durch ihre Interaktion mit dem Genre der juristischen Rätsel Elemente des Spiels auf.
Als Spiel waren Bücher mit juristischen Unterscheidungen eine Ergänzung zur Aufführung in literarischen Salons, Studienzirkeln und Gerichtsvorführungen; diese Bücher dienten auch als mimetische Objekte, die es dem Leser ermöglichten, virtuell an einer Sitzung teilzunehmen. Saba unterstreicht, wie soziale und intellektuelle Praktiken die literarische Entwicklung des islamischen Rechts mitgestalteten und dass die literarische Ausarbeitung zu einem Hauptmotor der Dynamik im islamischen Recht wurde.
Diese Monographie wurde mit dem jährlichen BRAIS - De Gruyter Prize in the Study of Islam and the Muslim World ausgezeichnet.