
Harold Pinter bietet eine aktuelle Analyse und Neubewertung des Werks eines der am meisten studierten und aufgeführten Dramatiker der Welt.
Das Buch stützt sich auf das Harold-Pinter-Archiv in der British Library sowie auf Rezensionen und andere kritische Materialien und bietet neue Einblicke in bereits etablierte Ansichten über sein Werk. Das Buch analysiert und bewertet auch bestimmte historische und zeitgenössische Schlüsselproduktionen, einschließlich einer Auswahl von Pinters wichtigsten Drehbüchern. Insbesondere versucht dieser Band, Pinters kritisches Ansehen und sein Vermächtnis seit seinem Tod im Jahr 2008 zu bewerten. Dazu gehört auch seine Position als politischer Schriftsteller und politischer Aktivist - von der Distanzierung und Neutralität zu diesem Thema bis zu einem relativ späten Zeitpunkt in seiner Karriere, als er sich in seinen Dramen ausdrücklich mit Fragen des politischen Dissenses und der Folter durch totalitäre Regime auseinandersetzte. Das Buch greift einige vertraute Themen auf, wie z. B. Pinters Stellung als britischer Absurdist und die Rolle, die die Erinnerung in seinem Werk spielt. Es erkundet aber auch neue Themen, wie z. B. Pinters sich verändernde Haltung gegenüber der Geschlechterfrage im Lichte von #MeToo und der Queer-Politik, und wie insbesondere ein Stück wie The Caretaker (1960) durch mehrere Schlüsselproduktionen das Thema Ethnie stärker in den Fokus gerückt hat.
Als Teil der Routledge-Reihe Modern and Contemporary Dramatist bietet Harold Pinter einen grundlegenden und leicht zugänglichen Leitfaden zum Werk des Dramatikers.