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Campus Hate Speech on Trial: Second Edition, Revised
Zehn Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Auflage von Timothy Shiells bahnbrechender Studie wird die Einschränkung der Meinungsäußerung von Lehrkräften und Studenten auf dem Hochschulgelände in den Mainstream-Medien, im Internet, in den Fachzeitschriften der akademischen Disziplinen, in Gerichtssälen, Klassenzimmern und Chatrooms weiterhin heftig diskutiert. Diese überarbeitete Ausgabe fügt umfangreiches neues Material hinzu, das die Fälle und Konflikte des letzten Jahrzehnts aktualisiert, die relevante Literatur des Originals erweitert und Shiells ursprüngliche Argumentation deutlich untermauert.
In der ersten Auflage stellte Shiell fest, dass amerikanische Colleges und Universitäten trotz ihres Bekenntnisses zur freien Meinungsäußerung und zum offenen Gedankenaustausch diese Grundsätze zunehmend ignorieren, indem sie zahlreiche Hassreden-Kodizes einführen, die Studenten vor rassistischen, sexuellen und anderen Formen der Belästigung schützen sollen. In Anlehnung an Titel VII des Bürgerrechtsgesetzes, der das Recht auf ein nicht feindseliges Arbeitsumfeld garantiert, hatten diese Vorschriften scheinbar unlösbare Konflikte zwischen den Idealen der Redefreiheit und des gleichen Schutzes aufgeworfen.
Shiell untersuchte beide Seiten der hitzigen Debatte über Hassreden-Kodizes auf dem Campus, um deren philosophische und rechtliche Grundlagen herauszuarbeiten, wobei sie klassische Argumente der Meinungsfreiheit sowie die Ideen von Schaden und feindlicher Umgebung erläutert und zahlreiche Fallbeispiele analysiert. Shiell weist darauf hin, dass Titel VII nicht für den akademischen Bereich gedacht war, und ermutigt die Leser, die Rolle der Gerichte bei der Beseitigung von Vorurteilen in diesem Umfeld zu berücksichtigen.
Die neue Ausgabe enthält umfangreiches neues Material zu Entwicklungen in Bezug auf das Abschreckungsargument, den Ansatz der feindlichen Umgebung, neue Gerichtsentscheidungen und das internationale Argument. Sie aktualisiert auch die umfassende Bibliographie und die Liste der Rechtsentscheidungen, was den Wert des Buches für Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger gleichermaßen erhöht.
Shiell legt wortgewandt dar, dass Sprachregelungen auf dem Campus - unabhängig davon, wie gut sie in Geschichte, Recht oder Philosophie begründet sind - dazu neigen, zu weit zu gehen, willkürlich durchgesetzt zu werden und selektiv eingesetzt zu werden, um nur bestimmte Gruppen auf Kosten anderer zu schützen. Vor allem aus diesem Grund wird sein Buch Akademiker und allgemeine Leser dazu herausfordern, den Umgang mit diesem wichtigen Thema zu überdenken.