
Transforming Hawai'i: Balancing Coercion and Consent in Eighteenth-Century Kānaka Maoli Statecraft
Diese Studie untersucht die Rolle des Zwangs bei der Einigung der hawaiianischen Inseln durch Kamehameha I. zwischen 1782 und 1812 in einer Zeit des zunehmenden europäischen Kontakts.
Untersucht werden drei miteinander verbundene Themen in der politischen Entwicklung Hawaiis: das Gleichgewicht zwischen Zwang und Zustimmung, das Gleichgewicht zwischen allgemeinen strukturellen Trends und spezifischen individuellen Führungsstilen und historischen Ereignissen sowie das Gleichgewicht zwischen einheimischen und europäischen Faktoren. Die sich daraus ergebende Synthese ist eine radikale Neuinterpretation der hawaiianischen Kriegsführung, die sie als einen sich entwickelnden Prozess betrachtet, der stark mit kultureller Bedeutung durchdrungen ist. Es wird auch gezeigt, dass die hawaiianische Geschichte durch fließende, sich verändernde Umstände gekennzeichnet ist, einschließlich entscheidender Wendepunkte, an denen Optionen gewählt wurden, die Elemente der hawaiianischen Gesellschaft auf Entwicklungspfade führten, die sich als entscheidend für die politische Einigung erwiesen.
Diese Wendepunkte waren weder unvermeidlich noch vorhersehbar. Das vielleicht größte Versäumnis im Standarddiskurs über die politische Entwicklung der hawaiianischen Gesellschaft ist der fast vollständige Ausschluss der modernen indigenen hawaiianischen Wissenschaft zu diesem Thema.
Moderne Historiker der Hawai'inuiākea School of Hawaiian Knowledge an der University of Hawai'i at Mānoa argumentieren, dass die politische Führung und die sozioökonomische Organisation viel stärker auf einem Konsens beruhten, als dies gewöhnlich angenommen wird. In dieser Studie wird vor allem festgestellt, dass moderne indigene hawaiianische Studien viel besser mit den historischen Belegen übereinstimmen als die konventionelle Wissenschaft.