
Hedging, Corporate Governance & Firm Value - Empirical Evidence on Risk Management from an Emerging Market
In diesem Buch werden drei wichtige ökonometrische Modelle angewandt. Das erste Modell schätzt das Rohstoffrisiko von Nicht-Finanzunternehmen an der malaysischen Börse als Fallstudie und seine Auswirkungen auf die Absicherungspolitik von Unternehmen, indem es zwei Rohstoffgruppen untersucht, nämlich Rohöl und Palmöl.
Die Rohstoffrisiken wurden mit Hilfe des erweiterten OLS-Marktmodells (Augmented Ordinary Least Squares) geschätzt. Probit- und Tobit-Modelle wurden angewandt, um die Auswirkungen der Risikoexposition auf die Risikomanagementpolitik der Unternehmen zu bewerten. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass das Rohstoffrisiko einen signifikanten Einfluss auf die Absicherungspolitik der malaysischen Unternehmen hat.
Die zweite Gruppe von Modellen untersuchte die Auswirkung von Absicherungsmaßnahmen auf den Unternehmenswert unter Verwendung von 420 Beobachtungen von Unternehmensjahren (2004 bis 2009). Das dritte Modell untersucht die Auswirkungen der Corporate Governance auf das Hedging anhand von Probit- und Tbit-Regressionen.
In diesem Buch werden wichtige empirische Erkenntnisse über die Beziehung zwischen Risikomanagement, Corporate Governance und Unternehmenswert sowie deren allgemeine Auswirkungen auf die Kapitalmärkte vorgestellt. Die in diesem Buch erörterten empirischen und allgemeinen Ergebnisse stützen die Theorie der Risikoaversion von Managern, die besagt, dass Unternehmen mit einem höheren Anteil an Aktienanteilen in der Unternehmensführung wahrscheinlich mehr Hedging betreiben.
Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Unternehmensgröße positiv mit der Absicherung zusammenhängt, dass geografisch diversifizierte Unternehmen eher Absicherungen vornehmen und eine höhere Absicherungsaktivität aufweisen, und dass Unternehmen mit höheren Bargeldbeständen und niedrigeren Dividendenausschüttungen weniger wahrscheinlich Absicherungen vornehmen. Als Schlussfolgerung für die Politik unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer größeren Transparenz und Offenlegung der Rohstoffpreisrisiken und der Absicherungspolitik in den Unternehmensabschlüssen in einem Schwellenland.