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Sacred Flames: The Power of Artificial Light in Ancient Egypt
Eine faszinierende Untersuchung über die Rolle der Beleuchtung in der altägyptischen Kultur.
Die künstliche Beleuchtung ist eines der frühesten Werkzeuge des Menschen. Als wir begannen, Höhlenwände zu bemalen, stellten wir bereits Lampen her, die aus einem Leuchtmittel, einem Fett oder Öl und einem Docht, z. B. einem Stoffstreifen oder einem Stück Schilfrohr oder Holz, bestanden.
Anhand von archäologischen, textlichen und ikonografischen Quellen untersucht Meghan Strong die symbolische Rolle, die künstliches Licht in der religiösen, wirtschaftlichen und sozialen Sphäre der altägyptischen Kultur spielte. Von den frühesten identifizierbaren Beispielen von Beleuchtungsvorrichtungen bis zum Eindringen hellenistischer Lampen im siebten Jahrhundert v. Chr. erforscht Sacred Flames die sinnliche Erfahrung von Beleuchtung im alten Ägypten, die Schatten, den Glanz, die Farbe und die Bewegung, die sich aus der Interaktion von Licht mit verschiedenen Räumen und Oberflächen ergaben. Das weiche, flackernde Licht von Lampen oder tragbaren Beleuchtungsgeräten erleichterte nicht nur die Navigation in dunklen Umgebungen, z. B. ermöglichte es den Arbeitern, in den unterirdischen Kammern im Tal der Könige zu sehen, oder diente als Opfergabe im Tempel, sondern beeinflusste auch die Wahrnehmung des Betrachters eines Raums und der darin befindlichen Objekte.
Sacred Flames veranschaulicht die aktive Rolle, die die Beleuchtung in der ägyptischen Gesellschaft spielte, und ermöglicht ein besseres Verständnis der symbolischen und sozialen Bedeutung des künstlichen Lichts und der Rolle der Beleuchtung im rituellen Raum und bei der Aufführung in der altägyptischen Kultur, während es gleichzeitig als Fallstudie für den breiteren Einfluss des künstlichen Lichts in der antiken Welt dient.