Heilige Huren in der religiösen Literatur des englischen Mittelalters: Autorität, Exemplarität und Weiblichkeit

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Heilige Huren in der religiösen Literatur des englischen Mittelalters: Autorität, Exemplarität und Weiblichkeit (Juliette Vuille)

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Originaltitel:

Holy Harlots in Medieval English Religious Literature: Authority, Exemplarity and Femininity

Inhalt des Buches:

Im Mittelalter war das Leben von Heiligen wie Maria Magdalena und Maria von Ägypten - "heilige Huren", Frauen, die ihr zügelloses Leben bereuten, um gesegnet zu werden - bei Klerikern und Laien, Männern und Frauen gleichermaßen, sehr beliebt.

Diese Legenden sind voller Paradoxien: Die Heiligen werden als Verkörperung einer Art von Weiblichkeit dargestellt, die von allen Christen auf ihrer Suche nach Erlösung als Vorbild akzeptiert wird, aber gleichzeitig stellen sie Randfiguren dar, die zur Unterstützung unkonventioneller Glaubensvorstellungen und Lebensweisen herangezogen werden können. Das Potenzial der heiligen Hure, in einem einzigen weiblichen Körper sowohl die Merkmale der Heiligkeit als auch der Hurerei zu vereinen, wurde jedoch im 16.

Jahrhundert abgelehnt, und so ist dieses faszinierende Modell der Heiligkeit seither weitgehend übersehen worden. Dieses Buch, die erste umfassende Studie zu diesem Thema, versucht, die Situation zu korrigieren und zu zeigen, dass die Ausreißer aus dem Meer die gängigen Konzepte von Frömmigkeit und Weiblichkeit verändert haben. Anhand des altenglischen Martyrologiums und des altenglischen Lebens der Maria von Ägypten wird gezeigt, dass die frühen Engländer Huren, die zu Heiligen wurden, eher als einen Übergang von der Frau zur Königin denn als eine Umkehrung des Geschlechts verstanden.

Im späteren Mittelalter werden "heilige Huren"-Leben im Französischen von England und im Mittelenglischen (einschließlich der südenglischen Legende, der Digby Mary Magdalene und in Leben von John Mirk und Osbern Bokenham) gezeigt, um die zentrale Bedeutung der Weiblichkeit der Hurenheiligen als Modell für Jedermann seit dem Aufkommen der affektiven Frömmigkeit im zwölften Jahrhundert aufzuzeigen. Sie können auch als Einfluss auf die Schriften von Frauen wie Christina von Markyate, Margery Kempe und Elizabeth Barton und als Schlüssel für die Selbstdarstellung von Bernhard von Clairvaux und den Wycliffianern angesehen werden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781843845898
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2021
Seitenzahl:297

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