Bewertung:

Das Buch erforscht die Beziehung zwischen Essen, Kunst und Ritual in der aztekischen Kultur und verbindet Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen wie Archäologie und Anthropologie. Während es wegen seiner Zugänglichkeit und seines pädagogischen Wertes vor allem bei Studenten gut ankam, wurde es auch wegen schlechter Schreibqualität und redaktioneller Probleme kritisiert.
Vorteile:⬤ Zugänglicher und fesselnder Schreibstil
⬤ informativ für alle, die sich für die aztekische Kultur interessieren
⬤ wird von Studenten und Fachleuten auf dem Gebiet gut aufgenommen
⬤ reich an historischem Kontext und interdisziplinären Erkenntnissen.
⬤ Mangelndes Lektorat führte zu Problemen bei der Lesbarkeit
⬤ einige Leser empfanden es als voreingenommen und schlecht geschrieben
⬤ Bedenken hinsichtlich der Quellenangaben.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Sacred Consumption: Food and Ritual in Aztec Art and Culture
Dieses Buch leistet einen grundlegenden Beitrag zur Mesoamerikanistik, indem es gemalte aztekische Manuskripte und Skulpturen sowie indigene und spanische Texte aus der Kolonialzeit untersucht und damit die erste integrierte Studie über Nahrung und Ritual in der aztekischen Kunst bietet.
Aztekische gemalte Manuskripte und Skulpturen sowie indigene und spanische Texte aus dem 16. Jahrhundert sind voller Bilder von Nahrungsmitteln, deren Verarbeitung und Verzehr. Sowohl Götter als auch Menschen wurden beim Schlemmen dargestellt, und Essen und Trinken spielten in den aztekischen Ritualen eindeutig eine wichtige Rolle. Grundnahrungsmittel wurden im Rahmen bestimmter Rituale in heilige Elemente umgewandelt, während das Essen wiederum der rituellen Darbietung Bedeutung verlieh.
Dieses bahnbrechende Buch bietet die erste integrierte Studie über Essen und Ritual in der aztekischen Kunst. Elizabeth Morn vertritt die Ansicht, dass Schlemmen und Verzehr zwar oft als sekundärer Aspekt ritueller Handlungen angesehen werden, dass aber eine genaue Untersuchung der Bilder von Essensriten in aztekischen Zeremonien zeigt, dass die Anwesenheit - oder in einigen Fällen die Abwesenheit - von Nahrung in den Ritualen diesen Bedeutung verleiht. Sie zeichnet die rituelle Verwendung von Lebensmitteln von den Anfängen der mythischen Geschichte der Azteken bis zum Kontakt mit den Europäern nach und zeigt, wie Lebensmittel und rituelle Handlungen, Alltägliches und Heiliges, in Zeremonien verschmolzen, die von Geburts-, Heirats- und Todesfeiern bis hin zu Opfergaben von menschlichen Herzen und Blut reichten, um die Götter zu ernähren und die kosmische Ordnung aufrechtzuerhalten. Morn geht auch kurz auf die Kontinuitäten bei der Verwendung prähispanischer Nahrungsmittel im Alltag und bei rituellen Praktiken im heutigen Mexiko ein. Durch die Zusammenführung von zwei Bereichen, die bisher isoliert untersucht wurden, verspricht "Sacred Consumption" ein grundlegendes Werk für die Mesoamerikanistik zu werden.