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Healing the Jewish-Christian Rift: Growing Beyond Our Wounded History
Wie konnte ein jüdischer Lehrer, Heiler, Weiser und Mystiker zum Vehikel für so viel Hass und Leid gegen sein eigenes Volk werden?
"Der Dialog ist anspruchsvoll und schwierig. Er ist oft schmerzhaft. Er erfordert tiefes Zuhören, das Zulassen der Selbstdefinition anderer und die Bereitschaft, tief verwurzelte Vorurteile in uns selbst zu konfrontieren und zu verändern. Er erfordert den Mut, alles, was wir zu schätzen und zu schützen pflegen, neu zu überdenken und unsere tief verwurzelten eitlen Ego-Anhaftungen, unser aufgeblasenes Gefühl von 'ich, ich und mein' aufzugeben. Diese Herausforderung, über das Stammesdenken hinauszuwachsen und anderen auf faire und vernünftige Weise zu begegnen, ist ein wesentlicher Schritt in unserer menschlichen Evolution."
-aus der Aufforderung an den Leser.
Judentum und Christentum haben in ihrer zweitausendjährigen Geschichte eine wechselhafte Beziehung gehabt. Zorn, Rivalität, Gefühllosigkeit, Blutvergießen und Mord haben die besondere Verbindung zwischen diesen beiden abrahamitischen Religionen getrübt. In den letzten Jahrzehnten haben Gelehrte, Aktivisten, Laien und Geistliche versucht, die Kämpfe zwischen Juden und Christen aufzudecken und zu beseitigen.
Dieses gemeinsame Projekt bringt die Stimmen des christlichen Gelehrten Ron Miller und der jüdischen Gelehrten Laura Bernstein zusammen, um die Wurzeln des Antisemitismus im christlichen Glauben und in der Heiligen Schrift zu erforschen. In einem aufschlussreichen interreligiösen Dialog verfolgen Miller und Bernstein die jüdisch-christliche Spaltung bis zu ihrem Ursprung im ersten Buch des Neuen Testaments, dem Matthäusevangelium. Indem sie den oft missverstandenen Kontext des Matthäus-Evangeliums beleuchten - eine verfolgte christliche Minderheit, die etwa sechzig Jahre nach dem Tod Jesu schrieb -, zeigt diese Untersuchung eines grundlegenden christlichen Textes auf, wie das Judentum Jesu vergessen und Juden und Judentum zum Feindbild des Christentums wurden. Wichtiger noch, sie wirft einen neuen Blick auf Matthäus mit zeitgenössischen Erzählungen, die eine neue und bessere Zukunft der Versöhnung und des Mitgefühls zwischen den beiden Glaubenstraditionen aufzeigen.