Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Eine aufschlussreiche Studie über einen unterschätzten Künstler, der mit dem Blauen Reiter verbunden ist.
Die Ausgabe des Jahrbuchs der jungen Kunst von 1921 beschreibt das Frühwerk des in Deutschland geborenen Künstlers Heinrich Campendonk (1889-1957) als eine Symphonie aus Farbe und Rhythmus. Nur wenige Jahre später diffamierte das NS-Regime seine Kunst als „entartet“ und trieb ihn ins niederländische Exil. Gisela Geiger zeigt in diesem Buch, dass Campendonk einer der faszinierendsten Künstler des letzten Jahrhunderts ist, indem sie das Wechselspiel zwischen seiner ästhetischen Entwicklung und seiner persönlichen Biografie anschaulich macht.
Campendonk, der vor allem als Maler und Grafiker tätig war, stellte in seiner Kunst oft idyllische Szenen von Natur und Menschen dar. Als jüngstes Mitglied des Blauen Reiters, eines Netzwerks bahnbrechender moderner Künstler, stand er lange Zeit im Schatten der ihm nahestehenden Persönlichkeiten wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, August Macke und Franz Marc. In den letzten Jahren wurde Campendonk jedoch von Kunstkritikern, die sich für sein umfangreiches Oeuvre interessieren, wiederentdeckt, und Geigers Studie macht sein Werk alten und neuen Bewunderern zugänglich.