Bewertung:

Das Buch von Annike Mombauer bietet eine detaillierte Untersuchung von Helmuth von Moltke und der Rolle des deutschen Militärs beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs, aber es hat die Meinungen der Leser polarisiert. Die einen loben die gründlichen Recherchen und Erkenntnisse, die anderen kritisieren die Voreingenommenheit und Fehlinterpretation der historischen Ereignisse.
Vorteile:⬤ Umfassende Recherchen über Helmuth von Moltke und den militärischen Kontext des Ersten Weltkriegs.
⬤ Bietet Einblicke in die Missverständnisse und Schuldzuweisungen an Moltke in der Nachkriegszeit.
⬤ Effektiv organisierter Inhalt, der komplexes Material zugänglich macht.
⬤ Objektive und durchdachte Kommentare des Autors, die einen Mehrwert für die historische Diskussion darstellen.
⬤ Der Autor wird für seine vermeintliche Voreingenommenheit kritisiert, insbesondere für die Behauptung, die deutschen Führer wollten „Krieg um des Krieges willen“.
⬤ Einige Schlussfolgerungen werden als fehlgeleitet angesehen und spiegeln eine Tendenz zur Bestätigung wider.
⬤ Das Buch wird von einigen Lesern als überteuert angesehen.
⬤ Der akademische Ton des Buches kann für den allgemeinen Leser eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Helmuth Von Moltke and the Origins of the First World War
Dieses Buch untersucht den Einfluss von Helmuth von Moltke, dem deutschen Generalstabschef zwischen 1906 und 1914.
Es stützt sich weitgehend auf bisher unbekannte Primärquellen und zeigt, dass Moltkes Einfluss auf den Kaiser und auf die politische Entscheidungsfindung in Deutschland entscheidend war und dazu beitrug, eine zunehmend konfrontative Stimmung zu fördern. Das Buch widerspricht auch der weit verbreiteten Auffassung, Moltke sei ein unwilliger militärischer Führer gewesen, und kommt zu dem Schluss, dass er sowohl kriegerisch als auch ehrgeizig war und eine entscheidende Rolle beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs spielte.