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High-Tech Housewives: Indian It Workers, Gendered Labor, and Transmigration
Technologieunternehmen wie Google, Amazon und Microsoft fördern den freien Datenfluss weltweit und sind dabei auf ausländische IT-Zeitarbeiter angewiesen, die ihre Produkte entwickeln, liefern und unterstützen. Doch selbst wenn IT-Unternehmen Technologie und Handel nutzen, um nationale Grenzen zu überwinden, sind ihre transnationalen Mitarbeiter mit erheblichen Migrations- und Visabeschränkungen konfrontiert.
In dieser aufschlussreichen Ethnografie wirft Amy Bhatt ein Schlaglicht auf indische IT-Migranten und ihre Kämpfe um Karrierewege, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit, während sie sich zwischen Südasien und den Vereinigten Staaten bewegen. Anhand von ausführlichen Interviews untersucht Bhatt die komplexen Faktoren, die die IT-Transmigration und die Niederlassung prägen, und geht dabei auf indische kulturelle Normen, verwandtschaftliche Verpflichtungen, Freundschaftsnetzwerke, geschlechtsspezifische und rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz sowie unflexible und instabile Visaregelungen ein, die die Arbeitnehmer gefährden. Bhatt beleuchtet insbesondere die Erfahrungen von Frauen als Arbeitnehmerinnen und abhängige Ehepartnerinnen, die im Rahmen von Zeitarbeitsprogrammen umziehen.
Viele der befragten Frauen waren in Indien beruflich mit ihren Ehemännern gleichgestellt, fanden sich aber in den USA als Hausfrauen wieder, die aufgrund von Visabeschränkungen keine Arbeit finden konnten. Durch ihren Fokus auf die unbezahlte und feminisierte Vermittlungs- und Betreuungsarbeit, die diese Frauen leisten, zeigt Bhatt, wie die Arbeit der Frauen im Haushalt für das Funktionieren des flexiblen und transnationalen IT-Systems selbst entscheidend ist.