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Hillbilly Gothic: A Memoir of Madness and Motherhood
In meiner Familie gibt es eine große Tradition. Nachdem eine Frau geboren hat, wird sie verrückt. Ich dachte, dass ich diejenige sein würde, die entkommt.
So beginnt Adrienne Martinis freimütige, fesselnde und schwarzhumorige Geschichte der Erfahrungen ihrer Familie und ihrer eigenen Erfahrungen mit Depression und postpartalem Syndrom.
Martini beleuchtet die Depression von innen heraus, indem sie sich schonungslos mit ihrem eigenen Zusammenbruch und ihrer Einweisung in eine Klinik auseinandersetzt und den Verlauf dieses verheerenden Problems über mehrere Generationen hinweg nachzeichnet. Sie wechselt zwischen den Figuren und Situationen hin und her und schildert anschaulich die Isolation - geografisch und metaphorisch - der Appalachen ihrer Vorfahren und der Region West-Pennsylvania, in der sie aufgewachsen ist. Sie webt auch die Geschichten anderer Frauen ein, sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit, die mit postpartalen Depressionen in all ihren Erscheinungsformen zu kämpfen hatten, vom flüchtigen Babyblues bis zur ausgewachsenen Psychose.
So ernst ihr Thema auch ist, Martinis Erzählung ist immer wieder einnehmend und voller witziger, ironischer Beobachtungen über die Komplikationen der neuen Mutterschaft: Es ist, als hätte man das beste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten bekommen, aber der Weihnachtsmann hat beschlossen, einen in die Pfanne zu hauen, bevor man es ausgepackt hat. Neue Mütter und solche, die mit der Elternschaft zu kämpfen hatten - ob sie nun mit Depressionen zu kämpfen hatten oder nicht - werden in dieser Geschichte des Triumphs, der Flucht vor einem schwierigen Erbe, der Hoffnung für andere und des Mutes, ein weiteres Baby zu bekommen, Bestätigung finden.